Wurmberg -  31.07.2026
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Im Ratssaal wird es hitzig: Wurmberger Flächen sorgen für Diskussionsstoff

Wurmberg. Eigentlich ging es in der Gemeinderatssitzung in Wurmberg über einen Vorentwurf zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2040. An der Frage, wie viel Fläche Wurmberg benötigt, entzündete sich eine Diskussion. Ein Gemeinderatsmitglied kritisierte Flächenverbrauch und brachte die Grundsteuer C ins Spiel.

Über Flächenentwicklung, aber auch um Flächenverbrauch ging es in der Gemeinderatssitzung in Wurmberg.
Über Flächenentwicklung, aber auch um Flächenverbrauch ging es in der Gemeinderatssitzung in Wurmberg. Foto: Röhr

Als hätten es die Temperaturen außerhalb des Wurmberger Rathauses vorausgenommen, wurde es auch im Ratsaal am Donnerstagabend für einen Moment lang hitzig. Der größte Punkt in der Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause war der Vorentwurf zum Flächennutzungsplan 2040. Konkret geht es darum, die städtebauliche Entwicklung auf lange Sicht zu steuern.

Der Gemeindeverwaltungsverband Heckengäu, zu dem neben Wurmberg die Stadt Heimsheim sowie die Gemeinden Mönsheim, Friolzheim, Wiernsheim und Wimsheim zählen, muss den Plan fortschreiben. Der Gemeinderat hatte in diesem Fall schon Vorarbeit geleistet und in seiner Klausurtagung Anfang Mai die Entwicklung der Gemeinde diskutiert. Detailliert zeigte Anja Lassel vom Stuttgarter Büro „Baldauf Architekten“ nun die Flächen auf. Laut Berechnung werde empfohlen, dass die Gemeinde Wurmberg rund sieben Hektar für ihren Bedarf ausweist, erklärte sie gleich zu Beginn ihres Vortrags. Der Beschluss, den der Gemeinderat getroffen hat, sieht nun vor, dass 5,56 Hektar neu vorgeschlagen werden, um dort künftig eine Bebauung zu ermöglichen. Bei 8,55 Hektar soll überprüft werden, ob diese sich als Siedlungsfläche eignen. In der Fortschreibung nicht weiter verfolgt werden sollen 1,4 Hektar. Klar ist in dieser Diskussion auch, dass nicht alle zu untersuchenden Flächen automatisch in der Fortschreibung berücksichtigt werden können.

„Planen wir so weiter, kommen wir irgendwann an ein Ende“,

so der Einwand von Gemeinderat Dietmar Schaan (Neue Wählervereinigung Wurmberg-Neubärental).

Im Sinne des Klimaschutzes könne die Gemeinde die Flächen „nicht weiter so zersiedeln“, so sein Vorwurf. Die Verwaltung solle die innerörtliche Entwicklung vorantreiben. In Wurmberg gebe es rund 70 unbebaute Wohngrundstücke. Schaan brachte in diesem Zug die Grundsteuer C ins Spiel, die Wurmberg für baureife, aber unbebaute Grundstücke erheben könnte. Bürgermeister Jörg-Michael Teply wollte die Vorwürfe nicht unkommentiert stehenlassen, auch gerade beim Punkt innerörtliche Entwicklung und verwies auf das Betreute Wohnen im Ort. Bei der Grundsteuer C zeigte sich der Rathauschef skeptisch und erinnerte er an die Diskussionen in anderen Gemeinden.