Wurmberg -  29.07.2020
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Sorge um Teich in der Region: Welche Möglichkeiten gibt es, um Gewässer für Angler zu erhalten?

Wurmberg-Neubärental. Wie es mit dem Angelteich in Neubärental weitergeht, ist noch nicht endgültig geklärt. Das teilt Wurmbergs Bürgermeister Jörg-Michael Teply auf PZ-Anfrage mit. Unstrittig ist, dass das kleine Gewässer bei der Glasbronnenstraße von Hobbyanglern weiter genutzt werden könnte. Offen ist jedoch die Frage, woher das nötige Wasser kommen soll:

Früher wurde der Kirnbach angezapft, um den kleinen See zu speisen. Das ist mittlerweile nicht mehr erlaubt. Foto:
Früher wurde der Kirnbach angezapft, um den kleinen See zu speisen. Das ist mittlerweile nicht mehr erlaubt. Foto:

Eine weitere Speisung aus dem Kirnbach scheidet wohl aus - bliebe nur der natürliche Zulauf durch Regen oder Wasser von den Hängen.

Die Problematik trat zutage, als sich der Angelsportverein vor rund drei Jahren aufgelöst hat. Die Mitglieder hatten viele Jahre lang im See geangelt und sich auch um die Pflege des Geländes gekümmert. Das Gewässer wurde während dieser Zeit mithilfe technischer Bauwerke aus dem Kirnbach gespeist. Nun wurde jedoch festgestellt, dass die Genehmigung für die Wasser-Entnahme bereits 2014 abgelaufen war. Die Gemeinde wollte beim Landratsamt zwar eine Verlängerung beantragen, berichtet der Bürgermeister. Die Behörde lehnte das jedoch ab: Der Bach führe mittlerweile weniger Wasser als früher - da sei es nicht möglich, das wenige Nass auch noch in den See zu leiten.

Etliche Interessenten

Es bestehe zwar die Möglichkeit, den Kirnbach erst ab einem gewissen Wasserstand anzuzapfen, so Teply. Aber auch hier sei es fraglich, ob das Landratsamt eine Genehmigung erteile. Ganz abgesehen von den hohen Kosten, die man für eine neue technische Einrichtung bezahlen müsste. Eine Einspeisung über einen Brunnen in der Nähe sei noch nicht thematisiert worden. Demnächst stehe ein Termin mit der Behörde an, um die offenen Punkte zu kären. Die Tendenz sei aber, dass diese Varianten wohl ausfallen:

„Nicht genehmigungsfähig und zu teuer“, fasst Teply zusammen.

Aus seiner Sicht wäre es das Beste, den See als sogenannten „Himmelsteich“ zu lassen: Er speist sich dann auf natürliche Weise, wenn es regnet und Wasser von den umliegenden Hängen hinein fließt. Nach Teplys Meinung ist das schon jetzt die Hauptquelle des Angelteichs: „Der Kirnbach ist die meiste Zeit des Jahres sehr trocken, dennoch besteht der See weiter.“ An Interessenten, die das Gewässer gerne nutzen würden, mangelt es auf jeden Fall nicht. Wie der Bürgermeister berichtet, liegen Anfragen verschiedener Hobbyangler vor, die auch die nötige Fachkenntnis hätten. Am besten wäre es, wenn sie sich zu einer Gruppierung zusammen schließen würden, meint er:

„Die Gemeinde würde den Teich gerne wieder verpachten, wenn es rechtlich möglich ist.“

Autor: sab