Bad Wildbad
Bad Wildbad -  13.10.2021
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Ausschuss beschäftigt sich mit Budgets für Bad Wildbader Schulen

Bad Wildbad. Die Doppik bleibt auch für die Schulen nicht ohne Auswirkung. Letztlich, so erwiesen die Beratungen im jüngsten Verwaltungs-, Sozial- und Tourismusausschuss der Stadt Bad Wildbad, haben die aber mit dem für die kommenden zwei Jahre bestätigten Budgetierungsmodell weiterhin Sicherheit in ihren finanziellen Planungen. Obwohl die Abschreibungen für „immaterielle Vermögenswerte“ ab 952 Euro brutto nun selbst erwirtschaftet werden müssen. „Die Budgetierung hat sich bewährt“, zog Jochen Borg, der als erster Bürgermeister-Stellvertreter die Sitzung leitete, Bilanz.

Zufrieden mit den neuen Budget-Vereinbarungen ist man auch in der Fünf-Täler-Schule in Calmbach. Archivfoto: Moritz
Zufrieden mit den neuen Budget-Vereinbarungen ist man auch in der Fünf-Täler-Schule in Calmbach. Archivfoto: Moritz

Zufriedenheit signalisierte man vonseiten der Schulen zu dem von der Verwaltung vorgelegten Änderungsvorschlag. Der knüpft eng an die bereits seit 2006 geltenden Budget-Vereinbarungen für die Grund- und Hauptschulen Wildbad und Calmbach, die Realschule und das Enztal-Gymnasium an. Die verzeichneten allerdings bis jetzt leicht wechselnde Prozentzuweisungen an die einzelnen Schulen aus dem Schulkostensachbetrag des Landes. Das neue Haushaltsrecht machte eine Neuordnung im Erfolgsplan notwendig. Die Verwaltung hatte dazu zwei nur wenig differierende Vorschläge für die Jahre 2022 und 2023 mit der Ausrichtung parat, den Schulen die Planungssicherheit zu erhalten. Das Rathaus fokussierte sich aber auf das leicht geänderte Budgetierungsmodell.

Zufriedenheit signalisierte ebenso wie die Schulleiter auch Jürgen Schrumpf (SPD), der noch einmal auf den Ausgangspunkt für die Budgetierung in der damaligen Haushaltssperre hinwies. Man habe schon damals die Handlungsfreiheit der Schulen gewährleisten wollen. Allerdings bezeichnete Schrumpf die jetzt vorgegebene eigene Erwirtschaftung der Investitionsabschreibungen als „Wermutstropfen“. Rita Locher (FWV-FDP) sprach dagegen von einer Win-win-Situation für die Schulen und die Stadt. Die Entscheidung fiel offensichtlich sowohl der Verwaltung als auch den Mitgliedern des Ausschusses leicht. So sollen ab kommendem Jahr das Enztalgymnasium, die Fünf Täler Realschule und die Förderschule 26 Prozent des Landes-Schulsachkostenbeitrages und die Grundschüler der Fünf Täler Schule und der Wilhelmschule 24 Prozent erhalten.

Statt die Investitionen in das Schulbudget einzubeziehen, werden dort künftig die Abschreibungen berücksichtigt. Dies habe, so Kämmerer Tido Lüdtke, „den Vorteil, dass auf Knopfdruck jederzeit ein Ergebnis ohne große Berechnungen ermittelt werden kann“. Positiv wurde ebenso vermerkt, dass weiterhin die völlige Übertragung eingesparter Mittel in das nächste Haushaltsjahr möglich ist.

Autor: Gabriele Meyer