Bad Wildbad
Bad Wildbad -  26.11.2017
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Baustelle an Strecke zum Sommerberg in Bad Wildbad geplant

Bad WIldbad. Schmal und in schlechtem Zustand, so beschreibt der scheidende Stadtbaumeister Peter Jung-Teltschik dem Wildbader Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Charlottenstraße. Diese soll saniert werden, wobei es erstmals dazu kommen könnte, dass sich die Anwohner mit Erschließungsbeiträgen beteiligen müssen.

Schwierig gestaltet sich die Ausfahrt von der Charlottenstraße (rechts) in den Blöcherweg, der zum Sommerberg führt. Wer in die Stadt runter fahren will, kommt nicht ohne Rangieren durch die Kreuzung.
Schwierig gestaltet sich die Ausfahrt von der Charlottenstraße (rechts) in den Blöcherweg, der zum Sommerberg führt. Wer in die Stadt runter fahren will, kommt nicht ohne Rangieren durch die Kreuzung.

Jung-Teltschik verdeutlichte, dass es für den Verkehr eine starke Geduldsprobe sei, diese Straße zu befahren. Dazu komme noch die schwierige Ausfahrt in den Blöcherweg, der den Verkehr zum Sommerberg führt: „Da kommt man nicht ohne Rangieren durch.“ Durch die schwierige Beschaffenheit habe auch der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Calw (AWG) Schwierigkeiten bei der Leerung der Mülltonnen.

Option: Einbahnstraße

Für die Neugestaltung an der Kreuzung Charlottenstraße/Blöcherweg müsse die Stadt Grunderwerb tätigen. Außerdem gebe es die Option, die Charlottenstraße als Einbahnstraße einzurichten. Dafür müsste dann eventuell die historische Treppenanlage bei der Bätznerstraße weichen.

Geprüft wurde nach Angaben von Jung-Teltschik auch, ob es sich bei der Charlottenstraße um eine historische Straße handle. Dies sei aber nicht der Fall, deshalb sei die Straße beitragsfähig, das heißt, die Erschließungskosten seien mit den Anliegern abzurechnen.

Bürgermeister Klaus Mack erklärte, dass die Charlottenstraße nicht alleine betroffen sei. Deshalb will er auch mit den Anwohnern und Eigentümern ins Gespräch kommen. Jung-Teltschik wünschte sich ein eindeutiges Signal vom Gemeinderat. Dieter Gischer betonte, dass man die Maßnahme durchführen müsse. Außerdem sieht er die Verpflichtung, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Auch Rita Locher erklärte, dass man um die Beteiligung der Anwohner nicht drumrum komme: „Wir können es nicht weiter finanzieren.“ Jochen Borg merkte an, dass es viele solcher Straßen in der Stadt gebe. Aber als Anwohner sehe man vieles anders, wenn es um die Kosten gehe. Nach den Stellungnahmen votierten die Stadträte einstimmig dafür, in die Planungen einzusteigen.

Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 671 000 Euro. Die Zustimmung der Räte sei jetzt der Startschuss, sagte Mack und er ist sich sicher: „Da wird es noch viele Änderungen geben, bis wirklich gebaut werden kann.“