Bad Wildbad
Bad Wildbad -  30.06.2026
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Diese Unterstützung gibt es bald für Hilfsbedürftige in Bad Wildbad

Bad Wildbad. Der Einkauf muss erledigt werden, doch der Weg zum Supermarkt fällt zunehmend schwer. Mit wenigen Klicks in einer App findet sich eine ehrenamtliche Helferin oder ein Helfer aus der Nähe, der den Einkauf übernimmt oder begleitet. Genau solche unkomplizierten Nachbarschaftshilfen soll künftig auch in Bad Wildbad die Hilver-App ermöglichen.

Coronavirus - Nachbarschaftshilfe
Den Einkauf für die betagte Nachbarin erledigen: Auch in Bad Wildbad soll die Hilver-App Helfende mit Menschen zusammenbringen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Foto: picture alliance/dpa | Roland Weihrauch

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Bad Wildbader Gemeinderat mit einer Gegenstimme die Einführung dieser digitalen Plattform, die in Enzklösterle bereits am Start sei und dort gut funktioniere, wie Bürgermeister Marco Gauger betonte. Die App bringt ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit Menschen zusammen, die im Alltag Unterstützung benötigen. Sie richtet sich insbesondere an ältere Menschen, die möglichst lange selbstständig in ihrem eigenen Zuhause leben möchten.

Ehrenamtliche versichert

Die Plattform bündelt verschiedene Angebote der Nachbarschaftshilfe. Bereitgestellt wird sie von der Kommune. Ehrenamtliche sind bei offiziell über die App angenommenen Einsätzen haftpflicht- und unfallversichert.

Die Idee, Hilver in mehreren Kommunen des Nordschwarzwalds einzuführen, entstand auf Initiative der Leader-Region Nordschwarzwald. Ziel ist es, Synergien zwischen den Gemeinden zu schaffen und das ehrenamtliche Engagement im ländlichen Raum weiter auszubauen. Neben Bad Wildbad haben auch Simmersfeld, Neuweiler, Ebhausen, Waldachtal und Baiersbronn Interesse an dem interkommunalen Projekt bekundet.

Für Bad Wildbad belaufen sich die Kosten im ersten Jahr auf insgesamt 6747 Euro. Dank einer Leader-Förderung werden 60 Prozent der förderfähigen Nettokosten übernommen. Damit verbleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 3345 Euro.

Es soll geprüft werden, ob sich die bereits bestehende Jugend-App der Stadt künftig in die neue Plattform integrieren lässt.

Kosten im Blick behalten

Sowohl Verwaltung, als auch ein Großteil der Stadträte wertet Hilver zwar positiv, will aber einen genauen Blick darauf werfen.

„Es gibt viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Wir erwarten aber einen jährlichen Bericht darüber, wie sich die Kosten entwickeln“, so Jürgen Schrumpf (SPD).

Seine Fraktionskollegin Jessica Fox warf die Fragen auf, wie ältere Menschen ohne Computer oder Smartphone von der App profitieren können und wie die Menschen über das Angebot informiert werden.

Claudia Ollenhauer, vom Seniorenrat Oberes Enztal, berichtete, dass die Hilver-App in Enzklösterle bei allen öffentlichen Veranstaltungen beworben werde. Gauger ergänzte, dass für Menschen ohne Smartphone oder Computer ein Ansprechpartner im Rathaus zur Verfügung stehe.

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