Frischer Wind durch neue Läden: „Felicità“ in Bad Wildbad wurde zur „Kyme Manufaktur Café und Weinbar“
Bad Wildbad. Wer durch die Wilhelmstraße spaziert, dem fällt doch immer wieder Neues auf. Damit sind nicht der die Fußgängerzone der Bäderstadt überspannende Schmuck oder die jüngst bepflanzten Blumenkübel gemeint, sondern die Entwicklungen im Bereich der Geschäfte.
Seit dem kürzlichen verkaufsoffenen Sonntag, dem „Wildbader Frühling“, hat sich im „Schöllhammer“ – wie der Volksmund das Gebäude des ehemaligen Textilhauses nennt – ein Fahrradgeschäft etabliert. Gegenüber zeigt seit einigen Wochen eine Tafel vor dem – vor einem Jahr von zwei jungen Ukrainerinnen wieder eröffneten – alt eingesessenen Café Bechtle, dass über das Kaffeehausangebot hinaus während der Öffnungszeiten warme Küche mit deutschen und ukrainischen Gerichten geboten wird. Ein paar Schritte weiter ist das Bistro Felicità seit Mitte Mai in die „Kyme Manufaktur Café und Weinbar“ verwandelt.
Das nach Leerstand dem Textilhaus nachfolgende, nur zeitweise geöffnete Geschäft bot in den letzten Jahren ständigen Ausverkauf verschiedenster Waren für Küche, Reise und vielerlei. „Two Wheels Black Forest“ heißt das neue Unternehmen in den ehemaligen Schöllhammer-Räumen. Betriebsleiter Heiko Rittman, der alles rund ums Fahrrad anbietet, betreibt die Firma in Kooperation mit dem Gästehaus Kühnle. Fahrradbekleidung, Drahtesel aller Art und natürlich Zubehör gibt es für Radelfreunde. Beim Besuch der PZ ist Rittmann ganz schön beschäftigt. Aber der ihn unterstützende Mechaniker nimmt in diesen Tagen die Arbeit auf und wird ihn entlasten. Zufrieden zeigt sich ein Kunde, der sein Gefährt nach dem Service abholt.
„Mein Vater ist Deutscher, meine Mutter Russin“, sagt Erika Mahler, die mit neun Jahren nach Deutschland und durch familiäre Beziehungen in die Bäderstadt kam. Mit ihrem Partner Yerhen Kolomiiets aus dem russischen Krasnodar hat sie die Räume des ehemaligen Felicità gepachtet. Filippo Antona will sich nach deren Aufgabe ganz auf sein italienisches Restaurant im Neuen Eberhardsbad an der Ecke zur Olgastraße konzentrieren. Angeboten werden von den Betreibern des „Kyme“ Produkte von kleineren Manufakturen aus der Umgebung.
Auf die Frage, wie der zwei Wochen alte Start verlief, sagt Erika Mahler: „Es läuft an, den Kunden schmeckts.“ Geöffnet ist täglich außer am Ruhetag Montag ab 12 Uhr, am Samstag und Sonntag für Frühstücksgäste schon ab 9 Uhr bis in den Abend hinein. Erika Mahler munden laut ihrem Bekunden auch die zu Kuchen und Kaffee hinzugekommenen warmen Speisen im (fast) benachbarten Café Bechtle gut. Dort zeigen sich Alona Lobyntseva und Julia Natalushko mit dem Betrieb zufrieden.
