Bad Wildbad
Bad Wildbad -  22.11.2021
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Millionen fließen für besseres Wasser nach Bad Wildbad: Ultrafiltrationsanlagen halten in Wasserwerken Einzug

Für den Einbau einer Ultrafiltrationsanlage am Wasserwerk Enzklösterle erhalten die Stadtwerke Bad Wildbad einen Zuschuss des Landes in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro. Das teilt das Umweltministerium mit. Insgesamt wird mit Kosten von rund 3,1 Millionen Euro gerechnet.

Ultrafiltrationsanlagen halten in Wasserwerken Einzug: Das Land steuert jetzt rund 2,4 Millionen Euro bei. Symbolfoto: Sergey Nivens - stock.adobe.com
Ultrafiltrationsanlagen halten in Wasserwerken Einzug: Das Land steuert jetzt rund 2,4 Millionen Euro bei. Symbolfoto: Sergey Nivens - stock.adobe.com

Mit dieser Maßnahme solle die Wasseraufbereitung des Rohwassers, das aus den beiden Quellen Lappach und Kälbertal gewonnen wird, verbessert werden. Zuvor hatte ein Strukturgutachten laut dem Ministerium festgestellt, dass die bisherige Aufbereitung am Wasserwerk Enzklösterle den Anforderungen an die Trinkwasserbeschaffenheit nicht mehr genügt. So sei es in der Vergangenheit bei Starkregen zu mikrobiellen Verunreinigungen und einer starken Trübung bei den beiden Quellen gekommen.

„Mit dem Einbau der neuen Anlage legen die Stadtwerke Bad Wildbad den Grundstein für eine zukunftsorientierte Wasserversorgung“, so Umweltministerin Thekla Walker (Grüne). „Das ist eine wichtige Investition, mit der sich die Bürgerinnen und Bürger in Bad Wildbad auch zukünftig auf sauberes und einwandfreies Trinkwasser verlassen können.“ Die Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Karlsruhe, Sylvia M. Felder, ergänzt: „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Investitionen zur Verbesserung der Qualität und Versorgungssicherheit unterstützt das Land gerne.“

Bisher erfolgte die Aufbereitung des Rohwassers am Wasserwerk Enzklösterle mittels vier parallel geschalteter Mehrschichtfiltern, die mit Hydro-Anthrazit und halbgebranntem Dolomit gefüllt sind, heißt es in der Mitteilung des Umweltministeriums weiter. Zudem werde auf dem Transportweg von den Rohwasserpumpen zu den Mehrschichtfiltern Ozon hinzugegeben. Die aktuell noch eingesetzten Filter reinigten und entsäuerten das Rohwasser – gleichzeitig werde das Restozon entfernt.

Schömberg hat Technik bereits

Mit der Ultrafiltrations- werde die Ozonanlage überflüssig und könne, wie auch die Aufgangstreppe, zurückgebaut werden. Der gewonnene Platz dient laut dem Ministerium dann als Standort für die zukünftige Anlage, die aus vier Straßen mit einem jeweiligen Durchsatz von 20 Litern pro Sekunde für jede Straße umgesetzt wird. Auch die vorhandenen Mehrschichtfilter würden zu reinen Entsäuerungseinschichtfiltern umgebaut.

Immer mehr Kommunen bauen Ultrafiltrationsanlagen in ihre Wasserversorgung mit ein: So beispielsweise auch Schömberg, wo die Technik seit einigen Wochen schon zum Einsatz kommt.

Autor: kri