Schulsozialarbeit in Bad Wildbad: So groß ist der Beratungsbedarf
Bad Wildbad. Im Rahmen der Sitzung des Verwaltungs-, Sozial- und Tourismusausschusses präsentierten die Schulsozialarbeiter Lisa Arp und Daniel Bauer einen Bericht über ihre Tätigkeit und Entwicklungen in den Jahren 2024 und 2025, sowie Informationen zur aktuellen Situation, in den Schulen der Bäderstadt. Bereits seit 2014 gibt es die Zusammenarbeit zwischen der Bruderhausdiakonie Norschwarzwald/Böblingen, der Jugendhilfe im Landkreis Calw und der Stadt Bad Wildbad.
Was zunächst mit dem Einsatz der Sozialarbeiter in der Fünf-Täler-Schule in Calmbach begann, ist inzwischen ein fester Bestandteil in allen Schularten der Gesamtstadt. Die Schulsozialarbeit ergänzt dabei den schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrag und bietet Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften bei sozialen, persönlichen und familiären Fragestellungen eine Anlaufstelle. Im Berichtszeitraum hatte Lisa Arp einen Stellenumfang von 40 Prozent an der Fünf-Täler-Schule in Calmbach und zu 50 Prozent am Enztalgymnasium in Wildbad. Die Tätigkeit ihres Kollegen Daniel Bauer lag zu 60 Prozent an der Fünf-Täler-Schule und zu 30 Prozent an der Wilhelmschule in Wildbad.
Zur Fünf-Täler-Schule gehört auch das sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum. Inzwischen stehen an allen Schulen entsprechende Büros als fixe Anlaufstelle mit festen Sprechzeiten zur Verfügung.
Schwerpunkte der Beratungen und Gespräche sind Konflikte mit Mitschülern oder Lehrkräften, familiäre Belastungen, Mobbing, schulische Leistungen und Problemstellungen in der Klassengemeinschaft. Am Enztalgymnasium gab es im Berichtsjahr insgesamt 95 Fälle, woraus insgesamt 412 Gespräche resultierten. Der Schwerpunkt lag mit den Schulklassen fünf und sieben in der Unterstufe. In der Fünf-Täler-Schule resultierten aus 235 Anliegen schließlich 1.132 Folgetermine.
Der Beratungsbedarf konzentrierte sich, analog den Vorjahren, auf die Klassenstufen drei bis sieben. Oftmals auch im Zusammenhang mit dem Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulen. An der Wilhelmschule führten 69 Anliegen zu insgesamt 230 Kontakten. Über alle Schulen hinweg wird die Arbeit der Sozialarbeiter von Mädchen und Jungen in ähnlichem Maße in Anspruch genommen. In der Wilhelmschule verstärkt von Jungen.
Ein großes Augenmerk liegt neben der Unterstützung von individuellen Einzelanliegen in unterschiedlichen Projekten mit einer intensiven Präventionsarbeit in Gruppen. Dazu gehören zum Beispiel soziales Kompetenztraining, Klassenrat, Erwachsen werden, und „gemeinsam Klasse sein“, ein präventives Anti-Mobbing-Projekt. Dabei besuchten Lisa Arp und Daniel Bauer einzelne Klassen auch im Schullandheim, um in einem Umfeld außerhalb der Schule gemeinsam an den Projekten zu arbeiten.
