Bad Wildbad
Bad Wildbad -  13.01.2019
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Verwirrungen um einen Liebestrank

Wie bekommt man ein zänkisches Weib zur Räson? Richtig – eigentlich gar nicht. Oder man greift zu magischen Mitteln. Dumm nur, wenn man nicht ganz sicher im Gebrauch der Mittelchen ist und die falschen Zutaten zusammenpanscht.

Sie wirken im Drei-Akter „Der Liebestrank“ beim traditionellen Theaterabend des Gesangvereins Sprollenhaus mit: Simon Kappel, Eva Magenreuter, Jasmin Wohlgemuth, Detlev Heselschwerdt, Vorsitzender Uli Keller, Michael Bott, Spielleiter Ulrich Haag, Mona Bott, Christian Mössinger, Patricia Knöller und Tobias Haag (von links).   Gabriele Meyer
Sie wirken im Drei-Akter „Der Liebestrank“ beim traditionellen Theaterabend des Gesangvereins Sprollenhaus mit: Simon Kappel, Eva Magenreuter, Jasmin Wohlgemuth, Detlev Heselschwerdt, Vorsitzender Uli Keller, Michael Bott, Spielleiter Ulrich Haag, Mona Bott, Christian Mössinger, Patricia Knöller und Tobias Haag (von links). Gabriele Meyer

Was dann geschieht? „Das wollen wir noch nicht verraten, da nimmt man ja die ganze Spannung weg“, sagt der Spielleiter der Theatergruppe des Gesangvereins Sprollenhaus, Ulrich Haag. Wer es wissen möchte, kann am morgigen Samstag und am 26. Januar in die Festhalle kommen, dann lösen sich die Verwirrungen um den „Liebestrank“ auf der Bühne. Die Theatergruppe setzt mit dem deftigen Spaß den Auftakt zum 100-jährigen Jubiläum des Sprollenhauser Vereins.

Da steckt Einsatz von allen Seiten dahinter. Etwa 15 Stücke hat Haag gelesen, ehe er mit dem Liebestrank auf eine Mixtur aus Liebe, Leidenschaft, Streit, Verwirrungen, einer gehörigen Portion Schlitzohrigkeit und bodenständigem Witz stieß, die außerdem noch Zutaten hatte, die zum Schwarzwald taugen: Försterei und Gastwirtschaft. Und was es sonst noch braucht, um das Stück in heimischen Gefilden anzusiedeln, geben die Sprollenhauser Spieler selbst dazu – die Verpackung des turbulenten Geschehens in Mundart. „Das Lokalcolorit machen wir selbst“, lacht Haag, den die Freude an der Schauspielerei vor etwa 25 Jahren zu der Gruppe stoßen ließ – erst als Mitspieler, dann als Regisseur. Auch die Damen und Herren des Spielerteams – Simon Kappel, Eva Magenreuter, Jasmin Wohlgemuth, Detlev Heselschwerdt, Michael Bott, Mona Bott, Christian Mössinger, Patricia Knöller und Tobias Haag – zeigen in der Vorbereitungs-und Probenzeit Engagement. Dreimal pro Woche wird geprobt – und das seit Oktober.

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Uli Keller, Vorsitzender des Gesangvereins, freut sich auf den Einstieg ins Jubiläumsjahr. „Die Vorbereitungen für die Veranstaltungen, die über das Jahr verteilt sind, laufen seit zwei Jahren“, weist er auf den „Riesenaufwand“ hin, der hinter allem steckt. Denn neben den Veranstaltungen legt man auch noch ein Festbuch vor, das mit der Aufarbeitung der letzten 25 Jahre auf den neuesten Stand gebracht werden musste – und man hat die Zelter-Plakette, die vom Bundespräsidenten verliehene höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre, beantragt: „Da erwarten wir im Frühjahr den Bescheid.“

Immerhin – die erste Hürde hat das Begehren bereits genommen und liegt jetzt beim deutschen Chorverband. Ein ganz kleiner Wermutstropfen trübt die Freude und den Stolz auf das Erreichte. Seit 31. Dezember ist der gemischte Chor auf der Suche nach einem Dirigenten.

Autor: Gabriele Meyer Bad Wildbad-Sprollenhaus