Bretten -  14.02.2020
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Diese vier Paare haben die Liebe gesucht - und sie in den PZ-Anzeigen gefunden

Pforzheim/Enzkreis. „Er sucht Sie . . . .“ – aber wie geht die Geschichte weiter? Das haben wir Paare gefragt, die sich über Anzeigen in der „Pforzheimer Zeitung“ kennenlernten. Am Valentinstag, der weltweit im Zeichen der Liebe steht, teilen sie ihre Geschichten über das Zusammenkommen und -bleiben dort wo alles begann: in der PZ.

Diese vier Paare lernten sich über Anzeigen in der "Pforzheimer Zeitung" kennen.
Diese vier Paare lernten sich über Anzeigen in der "Pforzheimer Zeitung" kennen.

Bunte Patchworkmischung und große Liebe

Es war die eine Anzeige, die Brigitte Popps Aufmerksamkeit erweckt hatte. Sie hatte sie ausgeschnitten. So lag sie seit einigen Wochen auf der Eckbank, immer in ihrem Sichtfeld – bis sich Brigitte ein Herz fasste und antwortete. Denn „der 42-jährige Er“ hatte es ihr angetan. „In der Essensausgabe im Altersheim“, das wäre wohl ein paar Jahrzehnte zu spät. So begann sie am 8. September 1996 ihr Antwortschreiben an Michael Schiffmacher. Er meldete sich am 13. September. Nach dem ersten Telefonat trafen sie sich am 14. September um 20 Uhr vor dem unteren Eingang der PZ-Anzeigenabteilung, weil das der einzig richtige Treffpunkt für ein erstes Date gewesen sei.

Bei Brigitte und ihren Kindern, damals 17 und 20 Jahre alt, sei die Aufregung sehr groß gewesen. Zu ihrer Tochter, die sie zum Treffen fuhr, sagte sie: „Wenn er weiße Socken und Sandalen trägt, dann steige ich wieder ein.“ Trug er nicht – und noch besser: Bereits auf dem Weg den Berg runter zur Anzeigenabteilung, wo er schon wartete, habe er sehr sympathisch auf sie gewirkt. Lange, intensive Gespräche im ehemaligen Café „Troc“ bestätigten diesen ersten Eindruck. „Ab da hat es sich einfach so entwickelt: Am nächsten Tag bin ich direkt bei ihm daheim gewesen und habe seinen neunjährigen Sohn kennengelernt“, erzählt Brigitte. Es sei für beide schnell ernst geworden – und geblieben. Denn seit mehr als 23 Jahren sind Brigitte Popp und Michael Schiffmacher nun ein Paar. Am 18. November 2002 zog Michael dann mit seinen Möbeln zu Brigitte. Auch die Einrichtung folge so der Devise: Patchwork.

Das Paar ist sicher: All das, was sie in diesen Jahren erlebt und gemeinsam durchgestanden hätten, könnte mit Sicherheit – wie in jeder anderen Familie auch – Bücher füllen: familiäre Höhen und Tiefen, Spannendes im Berufsleben, Streit und Versöhnung. Der schwerste Schicksalsschlag für die Familie – der Tod von Brigittes Sohn Andi – hat das Paar noch enger zusammengeschweißt.

Das Wichtigste sei, immer an der Beziehung zu arbeiten. Der liebe- und respektvolle Umgang miteinander sei das A und O.

Die beiden reisen gern. Dieses Jahr will das Paar aus Pforzheim eine achttägige Bootstour machen: von Passau aus über Wien und Budapest die Donau entlang.

Gemeinsame Zeit als wichtigstes Gut

„Topf sucht Deckel. Weiblich, 25, und männlich, 3, suchen ...“, etwa so begann die Anzeige, die Helga Morlock 1987 in der „Pforzheimer Zeitung“ aufgab. Wessen Idee die Anzeige war, weiß Helga Morlock, damals alleinerziehende Mutter, nicht mehr. Ralf Morlock war zu diesem Zeitpunkt bei der Bundeswehr. Warum er auf die Annonce reagierte, auch er weiß es nicht mehr. „Dafür passte es von Anfang an doch sehr gut“, sagt Helga lachend. Dieses Jahr feiern sie ihren 30. Hochzeitstag.

Ihr erstes Treffen war im Oktober 1987 in der Gaststätte „Maxi“. „Ich kam eine Stunde zu spät, da ich in der Gastronomie arbeitete und nicht pünktlich Feierabend machen konnte“, erinnert sich Helga. Bis in die frühen Morgenstunden hätten sie Billard gespielt. Das wiederholten sie einige Male. „Am dritten Tag ist Ralf dann vor Erschöpfung am Schreibtisch eingeschlafen“, berichtet Helga.

Das Wichtigste für das Paar aus Ispringen ist, immer das Beste aus allem zu machen – auch im Alltag.

Mit dem Kreuzfahrtschiff in den Hafen der Ehe

„Als ich von der Annonce erfuhr, die eine Freundin von mir inseriert hatte, um einen Mann für mich zu finden, war ich im ersten Moment wirklich aufgebracht“, erinnert sich Elisabeth Schwab. Das ist nun 15 Jahre her. Damals hatte sie gerade ihren Sohn verloren, war sehr unglücklich und einsam. „Irgendwann fragte ich mich: Was habe ich zu verlieren? Ich rief die Nummer an, die mir meine Freundin gegeben hatte“, berichtet sie. So hat sie, statt lediglich „nichts zu verlieren“, etwas gewonnen: ihre große Liebe Rolf. Auch er brauchte einen Anstoß von außen: Seine Mutter machte ihn auf die Annonce aufmerksam. Wie Elisabeth dachte auch er: „Das probiere ich aus.“ Im Jahr 2012 haben sie sich dann einen Traum erfüllt: Während einer Aida-Kreuzfahrt gaben sie sich in Miami Beach das Ja-Wort. Das Reisen, besonders Aida- Kreuzfahrten, sei ihre große Leidenschaft, berichtet Elisabeth.

Dieses Jahr wollen die Brettener, inzwischen in Rente, nach Norwegen und nach Südostasien reisen. Ihr Resümee der zurückliegenden 15 Jahre, die mit „einfach mal ausprobieren“ starteten: „Es war einfach toll für uns, denn nach wie vor sind wir immer noch wahnsinnig glücklich.“

Immer bereit zu neuen Erlebnissen

Eine Anzeige unter der Rubrik „Partnersuche“ am 16. Mai 2018 sei ihr besonders ins Auge gefallen, sagt Susanne. „Er sucht Sie, im Idealfall für immer“, tanze gern, liebe die Sonne, das Meer und das Leben. „Genau meine Interessen“, erzählt sie. Sie habe deshalb auf die Anzeige geantwortet. Als „Er“, Jürgen, sich dann meldete, haben sich die beiden noch am selben Abend getroffen und über dies und das geredet. Am nächsten Tag machten sie einen gemeinsamen Spaziergang. Seitdem sind sie ein Paar.

Sie haben sich etwas vorgenomment: „Wir möchten Dinge gemeinsam unternehmen, die wir beide noch nie gemacht haben“, so Susanne. „Ein Erlebnis, das mir besonders in Erinnerung bleiben wird, ist unser Besuch bei der Freilichtbühne. Getreu unseres Mottos, war es für uns beide der erste“, erzählt sie. Auf dem Peter-und-Paul-Fest in Bretten, das sie im Juli 2018 besuchten, haben sie wieder etwas Neues ausprobiert – und sich mit mittelalterlichen Gewändern eingedeckt. Der gemeinsame Festbesuch werde nun zur Tradition. Wie gut sie zusammenpassen, zeige sich auch bei Verabredungen zum Tanzen, Eisessen oder Spazieren. „Wir haben einfach die gleichen Interessen“, schwärmt Susanne. Ihre Liebe für das Meer und die Sonne würden sie und Jürgen so oft wie nur möglich ausleben. Nach einem Kurztrip an den Bodensee, standen im vergangenen Jahr Fuerteventura und Teneriffa auf dem Reiseplan – dieses Jahr soll es nach Ägypten und Rhodos gehen. Auf die Frage nach den Zukunftsplänen antwortet Susanne: „Glücklich zusammenbleiben und eines Tages zusammenziehen.“

Finden auch Sie Ihr Glück mit einer Partnerschaftsanzeige in der Pforzheimer Zeitung. Bei Fragen beraten wir Sie gern. Sie erreichen uns unter (07231) 933 201 oder unter anzeigen@pz-news.de

Autor: Hannah Bordne