Bretten -  25.01.2021
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Ein Hörgenuss mitten in der Pandemie: Orgelkonzerte verwöhnen Kirchenbesucher

Neulingen/Bretten„ Solange die Orgel noch spielt, ist die Kirche nicht aus“, besagt eine alte Weisheit. Doch in den evangelischen Kirchen Sankt Wolfgang in Sprantal und Sankt Stephan in Nußbaum war dies nun völlig anders. Dort spielten die beiden Orgeln während der üblichen Gottesdienstzeiten, obwohl die Kirche gar nicht begonnen hatte.

In den evangelischen Kirchen Sankt Wolfgang in Sprantal und Sankt Stephan in Nußbaum (Foto) erklang am Sonntag feierliche Orgelmusik durch Kantorin Anne Max.
In den evangelischen Kirchen Sankt Wolfgang in Sprantal und Sankt Stephan in Nußbaum (Foto) erklang am Sonntag feierliche Orgelmusik durch Kantorin Anne Max.

Da wegen Corona derzeit keine Gottesdienste stattfinden, hatte die Brettener Kantorin Anne Max, Organistin in den beiden Kirchen, die Idee, mitten in der Pandemie gemäß der geltenden Bestimmungen eine Orgelmusik auf diesen zwei wunderbaren „Königinnen der Instrumente“ zu konzertieren. Die 61-Jährige, die bereits seit 48 Jahren leidenschaftlich Orgel spielt, wollte damit Freude bereiten, was ihr auch bestens gelang.

Wie berichtet, werden während der Pandemie die beiden Kirchen täglich von 8 bis 18 Uhr zur stillen Einkehr geöffnet. Hierzu sollte nun am Sonntag zur Abwechslung und Erbauung im Hintergrund feierliche Orgelmusik spielen.

Dies war zugleich das erste Mal, dass nach der Renovierung des Innenraumes des Nußbaumer Kirchenschiffes für 105 000 Euro öffentlich wieder die gute alte Orgel von 1893 erklang, die für 40 000 Euro saniert wurde. Die Sprantaler Orgel stammt von 1973.

Zu Beginn zu hören waren vier Kompositionen des Epiphanias-Liedes „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Niels Wilhelm Gade, Helmut Bornefeld, Dietrich Buxtehude und Johann Sebastian Bach. Dem folgte eine irische Meditation von Andreas Willscher. Mit „Dance With Me“ von Michael Schütz, war ein heiteres Stück zu hören.

Mehr über das Thema lesen Sie am 26. Januar in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Autor: Peter Dietrich