Calw -  12.02.2021
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Digitales Treffen mit Vertretern des Kreisjugendrings Calw: Esken hat Jugend im Fokus

Kreis Calw. Jugendliche leiden besonders, wenn wegen der Corona-Pandemie soziale Kontakte mit Gleichaltrigen fehlen. Nicht nur Schulen mussten schließen, auch die Jugendfreizeiteinrichtungen und Vereine in der Region mussten ihre Aktivitäten reduzieren oder ins Digitale verlegen und haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

Saskia Esken (SPD) hat die Jugend im Fokus. Foto: Michael Bahlo/dpa-Archiv
Saskia Esken (SPD) hat die Jugend im Fokus. Foto: Michael Bahlo/dpa-Archiv

Um sich über die Situation zu informieren und auszutauschen, traf sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken mit Vertretern des Kreisjugendringes Calw in einer Videokonferenz. Wolfgang Borkenstein und Renate Zaiser-Woischinski vom Kreisjugendreferat des Landratsamtes Calw, Gabi Vetter, Vorsitzende des Kreisjugendringes, und Jürgen Prchal, Vorsitzender der Sportkreisjugend, nahmen an der Konferenz im digitalen Format teil.

„Der Schock für uns war groß, als die Jugendhäuser das erste Mal im Frühjahr geschlossen werden mussten“, berichtete Wolfgang Borkenstein. Jedoch habe man in der Zeit der Schließung viele Konzepte entwickeln können, die jetzt umsetzbar sind, so Borkenstein weiter. Dennoch werde die Situation der Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit öffentlich kaum thematisiert.

„Es sind vor allem die Schüler, die es ohnehin nicht einfach haben, die im Homeschooling durchs Raster fallen, weil sie die Chance nutzen, um abzutauchen“, so Borkenstein. Esken hatte als Bildungspolitikerin viel Verständnis für die Unzufriedenheit und ergänzte: „Diese Schüler ziehen sich nicht aus Faulheit vom Unterricht zurück. Ihnen fehlt der Kontakt zu Mitschülern, aber auch zu den Lehrkräften.“ Die Schulsozialarbeit hat da eine ganz wichtige Aufgabe, den Kontakt zu halten.“