Calw -  31.10.2021
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Einblicke in die neue Jugendhilfe

Bundesweit anerkannter Experte referiert in Calw vor Fachkräften aus dem Nordschwarzwald.

Calw. Zu einem Fachtag zum neuen Kinder- und Jugendhilfegesetz haben die Verantwortlichen des Jugendamtes Calw als Referenten Professor Jan Kepert gewonnen.

Die Verantwortlichen des Jugendamtes Calw haben dies zum Anlass genommen, Professor Kepert für einen Fachtag nach Calw einzuladen. Um vielen Fachkräften aus dem Nordschwarzwald die Teilnahme ermöglichen zu können, wurde der gesamte Fachtag in hybrider Form durchgeführt. Auch Fachkräfte von freien Trägern der Jugendhilfe konnten sich so zu spezifischen Themen hinzuschalten.

Kepert, der an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rechtswissenschaften lehrt, ist seit Jahren ein bundesweit bekannter Experte auf diesem Rechtsgebiet. Er hat auch den Familienausschuss des Bundestags bei der Umsetzung des neuen Gesetzes beraten.

Nach Begrüßung durch den Sozialdezernenten des Kreises Calw, Norbert Weiser, machte Kepert deutlich, dass die Angebote der Jugendhilfe zukünftig gleichsam auch für behinderte Kinder geeignet sein müssen. Er sehe hier eine große Aufgabe für die offene und verbandliche Jugendarbeit.

Bei den Eingliederungshilfen für behinderte Kinder und Jugendliche gehe es um die „Große Lösung“ der Inklusion. Die gesamte Eingliederungshilfe soll in einem dreistufigen Verfahren bis 2027 auf die Kinder- und Jugendhilfe übergehen.

Im Bereich des Kinderschutzes berichtete Kepert, dass die Zusammenarbeit zwischen Justiz und Jugendämtern mit den neuen gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere bei der Verfolgung von Strafen gegen die sexuelle Selbstbestimmung, einen größeren Informationsfluss und Austausch von Daten ermögliche.

In mehreren Arbeitsgruppen wird das Jugendamt nun die einzelnen Themenfelder in seine Alltagsarbeit integrieren und so die neuen gesetzlichen Bestimmungen umsetzen. pm