Calw -  12.07.2020
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FDP-Kandidat Herbert Müller schlägt „Silicon Valley für die Region“ vor

Althengstett. Mit schwäbischem Fleiß möchte Herbert Müller für ein erfolgreiches FDP-Ergebnis sorgen. Der 62-jährige aus Nagold wurde am Samstag in Althengstett im Gasthaus „Zum Trollinger“ zum Landtagskandidaten der Freidemokraten im Wahlkreis Calw gewählt. Wenig überraschend, dass sich der Nagolder keinem Herausforderer stellen musste, denn Müller brachte die Liberalen im Landkreis zuletzt wieder in Position. Im Vorjahr wurde Müller zum Vorsitzenden des FDP-Kreisverbands gewählt.

Erik Schweickert (links) beglückwünscht Herbert Müller und Ersatzkandidatin Jutta Kemmer-Hönig zu deren Nominierungen. Foto: Meister
Erik Schweickert (links) beglückwünscht Herbert Müller und Ersatzkandidatin Jutta Kemmer-Hönig zu deren Nominierungen. Foto: Meister

Bei der vergangenen Landtagswahl kandidierte er überraschend statt Rüdiger Klahm und steigerte das Ergebnis durch seine engagierte Kandidatur um 1,6 Prozent auf 8,1 Prozent. Bei einer Enthaltung, einer ungültigen Stimme erhielt der leidenschaftliche Motorradfahrer 14 Stimmen. Als Ersatzbewerberin wurde Jutta Kemmer-Hönig gewählt.

Für ein gutes Ergebnis gelte es aus der Sicht von Müller mit den Menschen zu sprechen und deren Sorgen und Ängste ernst zu nehmen. Er möchte den ländlichen Raum stärken und die Digitalisierung vorantreiben. Besonders in den Bildungseinrichtungen sieht der 62-jährige noch Nachholbedarf beim Thema Digitalisierung. Zudem fordert er eine Anhebung der Zuschüsse aus Bund und Land für Bildungseinrichtungen und eine Neuausrichtung bei der Wohnbauförderung.

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Dass Müller Visionen für die Region hat, bewiesen die Anregungen diese für Start-Ups lukrativ zu machen oder gar einen Technologie-Campus zu gründen. „Warum kein Silicon Valley in der Region“, fragte Müller in die Runde. Hinsichtlich Corona gab er deutlich zu verstehen, dass das Ziel der Rückkehr zur Normalität nicht aus den Augen verloren gehen darf.

Erik Schweickert (MdL) versprach Müller Unterstützung und legte offen, dass die FDP vor Ort stark sein muss und nicht im Hinterzimmer. Zuvor hatte Michael Theurer (MdB) betont, dass der Staat sich auf die Kernaufgaben, wie Verteidigung und Innere Sicherheit konzentrieren muss. „Das staatliche Gewaltmonopol ist nicht in Frage zu stellen und es gilt die Polizei zu stärken“, so Theurer hinsichtlich der Ereignisse in Stuttgart. Neben der Nominierung wurden zahlreiche Delegierten für Bezirks- und Landesvertreterversammlungen gewählt.

Autor: Stefan Meister