Calw -  26.08.2018
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp
Anzeige

PZ-Wanderung führt Teilnehmer durchs idyllische Schweinbachtal

Calw-Hirsau. „Wildromantisch!“, hat eine Mitwanderin angetan festgestellt bei der PZ-Wanderung durchs Schweinbachtal unter der erfahrenen Leitung von Trudel Jourdan vom Schwarzwaldverein (SWV) Brötzingen. Gemeinsam mit den SWV-Organisatoren Sabine und Jürgen Holzinger begrüßte diese 34 Wanderer am Kloster St. Peter und Paul in Hirsau.

Auch nächstes Jahr können die PZ-Wanderer die Region, wie hier das Schweinbachtal, erkunden.   PZ-Archiv, Gegenheimer
Auch nächstes Jahr können die PZ-Wanderer die Region, wie hier das Schweinbachtal, erkunden. PZ-Archiv, Gegenheimer

Bei mittlerweile ungewohnt kühlen, aber idealen Wandertemperaturen hielt sich Jourdan nicht lange auf: „Auf geht’s! Wir haben einige Höhenmeter zurückzulegen.“ Und sie tauchte ein in den Wald, am Hirschgehege entlang in westlicher Richtung. In der Tat warteten auf der knapp 14 Kilometer langen Rundwanderung je rund 460 Meter Steigung und Gefälle.

In den ersten zwei Stunden waren Puste und Konzentration gefragt: Es ging stetig bergauf im trotz der Sommertrockenheit dichtgrünen Wald. Entlang schmaler, gewundener Naturpfade, aber auch zwischen Felsen hindurch und über Wurzelwerk. Mehrfach wurde der Schweinbach überquert, über malerische, aber trittmäßig anspruchsvolle Holzbrücken oder herausfordernde Steinstufen. Immer wieder hatte die Wanderführerin einen umsichtigen Blick auf ihre Gruppe: „Alles klar? Jetzt wird’s dann noch ein bisschen rumpelig“, ließ Jourdan die Teilnehmer wissen.

Anzeige

Die versierten Wanderer, die sich nebenbei über Westwegetappen, Radtouren und die bald anstehende PZ-Oechslewanderung unterhielten, schreckte das nicht. Durch Farn und an Heidelbeerbüschen entlang, sogar einige Steinpilze entdeckend, gingen sie zügig bergan, über die Schweinbachplanie, hinauf Richtung Oberkollbach.

Dabei sahen sie am weichen Walduntergrund das Positive, wie Helga Kraft aus Dürrn: „Das ist eine Wohltat für die Füße“, sagte die Frau, die sich, wie sie erzählte, durch die ersten PZ-Wanderungen 2006 damals für den Schwarzwaldverein gewinnen ließ.

Entlang des Felsenmeers war noch einmal Trittsicherheit gefragt. Dann war das Auge fast geblendet von der Helligkeit, als die freie Höhe von Oberkollbach erreicht wurde. Unweit des Orts wurde eine verdiente Mittagsrast eingelegt. Gestärkt ging es auf die letzte Steigung in Richtung Ernstmühler Platte und dann vorbei an der Bruderhöhle, einer Sandsteinhöhle, in der im 15. Jahrhundert ein Mönch als Eremit gelebt haben soll. Von dort aus führte der Weg abwärts zurück nach Hirsau.

Autor: Winnie Gegenheimer