Calw -  10.09.2026
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Zum 100-jährigen Jubiläum kehrt die Calwer Rallye zu ihren Wurzeln zurück

Calw. Zum 100-jährigen Jubiläum des MSC Calw ist die weit über Baden-Württemberg hinaus bekannte „Calwer Rallye“ am vergangenen Wochenende zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Nach einigen Jahren außerhalb konnten diesmal dank der Unterstützung der Stadt Calw wieder alle altbekannten Wertungsprüfungen rund um Calw ausgetragen werden. Zuletzt war die Rallye beim 75-jährigen Jubiläum in Calw gestartet. 25 Jahre später gingen die Teams mit ihren Rallyefahrzeugen nun wieder von dort aus auf drei Wertungsprüfungen.

Auf den Wertungsprüfungen rund um Calw waren fahrerisches Können und Präzision gefragt.
Auf den Wertungsprüfungen rund um Calw waren fahrerisches Können und Präzision gefragt. Foto: ROLAND WURSTER

Die drei Prüfungen werden jeweils zweimal gefahren. Dazwischen liegt eine Zwangspause, um das Feld mit diesmal 52 Startern wieder zusammenzuführen. Hunderte Zuschauer waren an der Strecke, um den Sound der Fahrzeuge zu hören und die Fahrkünste der Teilnehmer zu bestaunen. Besonders gut war dies auf den Wertungsprüfungen Spindlershof und Holzbronn möglich. Da es sich um Rundkurse handelt, bekamen die Zuschauer die Rennboliden dort mehrmals zu sehen. Aber auch die Wertungsprüfung Station Teinach hat es in sich – vor allem für die Fahrer. Auf schmaler Strecke geht es dort in zahlreichen engen Kurven den Berg hinauf. Auf allen Wertungsprüfungen muss deshalb der Aufschrieb, der morgens beim Abfahren erstellt wird, genau passen. Für den Beifahrer ist es alles andere als einfach, diesen bei hoher Geschwindigkeit und in den Kurven passgenau vorzulesen. Zwischen Fahrer und Beifahrer muss daher großes Vertrauen herrschen.

Während die schnelleren Fahrzeuge auf Bestzeit fahren, geht es bei der Retro-Wertung um Gleichmäßigkeit. Bevor es auf die Strecke geht, werden alle Fahrzeuge von technischen Kommissaren genau untersucht. Entspricht nicht alles dem Reglement, wird das Team nicht zugelassen. So müssen die Helme einer entsprechenden DIN-Norm entsprechen, zudem sind feuerfeste Unterwäsche und Rennfahreranzüge vorgeschrieben. Auch auf eine sogenannte Kopf- und Nackenstütze wird geachtet. Für den MSC Calw ist es jedes Jahr eine Herausforderung, die Veranstaltung auszurichten. Rund 250 Helfer werden dafür benötigt. Ohne die Unterstützung anderer Ortsclubs wäre die Rallye nicht mehr durchführbar.

Nach einigen Jahren konnte das Team Köhler/Hägele im BMW E36 M3 die diesjährige Rallye mit einer Gesamtzeit von 20.27,4 Minuten wieder einmal gewinnen. Die beiden begleiten die Rallye schon seit den Anfängen und ließen sie nur aus, wenn ihr Rallyeauto nicht fahrbereit war.

Für den MSC Calw waren drei Teams in der Rallye 35 und drei in der Retro-Wertung am Start. Florian Schwenker erreichte mit seiner Schwester Lara als Beifahrerin in 21.34,2 Minuten den sechsten Platz in der Gesamtwertung der Rallye 35. In der Retro-Wertung kam das Team Proß/Alberts im Opel Kadett C auf Rang sechs. 

Autor: pm