Dobel -  12.02.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Ein Schritt hin zur umweltbewussten Gemeinde: Dobel startet mit Carsharing-Modell

Dobel. „Als Kurort ist uns Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit natürlich sehr wichtig“, so der Bürgermeister von Dobel, Christoph Schaak, bei der Übergabe des Renault ZOE als Carsharing-Modell durch die deer GmbH aus Calw. Mit der Anschaffung dieses Kleinwagens ist Dobel nun ein Schritt hin zu einer umweltbewussten Gemeinde gelungen. „Wir sind keine innovativen Verweigerer, sondern die Natur und das Klima liegen uns am Herzen“, sagt Schaak.

Startschuss für das Carsharing (von hinten links): Katrin Strauch (Haupt-und Ordnungsamtsleitung Dobel), Pia Epple (Vertrieb deer GmbH), Christoph Schaak (Bürgermeister), Peter Zängl (Einwohner Dobel), Johannes Brunn (Einwohner Dobel) und Kristina Seifert (vorne, Teamleiterin des Projekts, deer GmbH) freuen sich über die Einweihung. Foto: Lena Knöller
Startschuss für das Carsharing (von hinten links): Katrin Strauch (Haupt-und Ordnungsamtsleitung Dobel), Pia Epple (Vertrieb deer GmbH), Christoph Schaak (Bürgermeister), Peter Zängl (Einwohner Dobel), Johannes Brunn (Einwohner Dobel) und Kristina Seifert (vorne, Teamleiterin des Projekts, deer GmbH) freuen sich über die Einweihung. Foto: Lena Knöller

Die Einweihung des Fahrzeugs hat für den Bürgermeister eine große Bedeutung, da der Weg dorthin ein langwieriger war. Bereits im November 2018 wurde das Projekt im Dobler Gemeinderat vorgestellt. Zwar weckte es Interesse, doch eine genaue Bedarfsprüfung war vonnöten, um die Rentabilität in dem kleinen Ort auszumachen.

„Wir merkten schnell, dass das Modell des Carsharings bei uns in der Gemeinde Begeisterung findet“, erzählt Schaak. Das Projekt kam in Gang und so wurden für eine Ladesäule neue Leitungen bei der Sporthalle gelegt. Eine Summe von 17.000 Euro investierte Dobel in das Projekt.

Gemeinde erhält Zuschuss vom Verkehrsministerium

Durch das Programm „Förderung von Ladeinfrastruktur in Baden-Württemberg des Ministeriums für Verkehr“ erhielt die Gemeinde einen Zuschuss von 5000 Euro. E-Autos der deer GmbH sind an 150 Standorten, im Kreis Calw unter anderem in Bad Wildbad, Höfen und Enzklösterle, unterwegs. Von dem Modell des Carsharings erhofft sich das Gemeindeoberhaupt auch eine Entlastung des Parkraums vor Ort.

„Es ist schön, dass wir so einen hohen Bevölkerungszuwachs haben, doch an einigen Stellen wird es nun mit den Parkplätzen langsam kniffelig“, erklärt Schaak. Das E-Auto habe eine Reichweite von etwa 300 Kilometern und könne an jeder Ladesäule der deer-GmbH kostenfrei mit neuem Strom versorgt werden, sagt Kristina Seifert, Teamleiterin des Projekts bei der deer GmbH und erläutert weiter: „Der Winter macht dem E-Auto keine Probleme.“

Ab sofort steht das Fahrzeug über die App „deer ecarsharing“ oder die www.deer-carsharing.de/registrieren für eine Buchung zur Verfügung.

Autor: Lena Knöller