Dobel -  28.11.2019
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Entwicklungskonzept soll stockenden Tourismus in Dobel beleben

Dobel. Die Entwicklung des Tourismus auf dem Dobel stockt seit Jahren. Dem will der Gemeinderat entgegenwirken und hat nun bei der jüngsten Ratssitzung grünes Licht für ein Tourismusentwicklungskonzept gegeben. „Wir müssen und die Frage stellen, was können wir und wo wollen wir hin“, so Bürgermeister Christoph Schaack.

Wohin geht’s mit dem Tourismus auf dem Dobel? Einige Stimmen sehen in der umliegenden Natur großes Potenzial. Foto: PZ-Archiv/Krivec
Wohin geht’s mit dem Tourismus auf dem Dobel? Einige Stimmen sehen in der umliegenden Natur großes Potenzial. Foto: PZ-Archiv/Krivec

Bei einer Klausurtagung im Februar in Bad Herrenalb hatte sich die Gemeinde Impulse und Empfehlungen geholt. Diese wurden dann bei einer Ausschusssitzung im August diskutiert. „Der Ausschuss sieht ein Tourismusentwicklungskonzept als primär an“, erläuterte Schaack.

Mit der Entwicklung des Konzepts wurde Gerhard Ueding beauftragt. Er war langjähriger Bürgermeister in Bad Ditzenbach und ehemaliger Vorsitzender des Tourismusausschusses in Baden-Württemberg. Von ihm konnten sich die Dobler Gemeinderäte bei einer weiteren Ausschusssitzung Ende Oktober ein Bild machen. Die Kosten des Konzepts belaufen sich auf rund 5000 Euro.

„Als Ort müssen wir an einem Strang ziehen“, so Markus Treiber (PD). Deshalb sieht er es als notwendig an, dass die Bürger bei diesem Konzept miteinbezogen werden. Tobias Neubauer (FuD) begrüßte den Vorschlag und sprach sich wie Treiber für eine „Ideenwerkstatt“ aus. „Wir müssen eine Vision für die Zukunft entwickeln“, erläuterte Neubauer. Bei einer Umsetzung sieht es Martina Naumann (PD) als selbstverständlich an, dass sich die Mitarbeiter der Gemeinde in dieses Konzept einbinden.

Laut Bürgermeister Schaack hat sich in der Gemeinde bereits ein Tourismusbeirat gegründet. Diesen und auch die Bürger will Schaack bei der Entwicklung des Konzepts hören und nahm die Bitten der Ratsmitglieder auf. Eine Bürgerversammlung schloss Schaack in diesem Zusammenhang nicht aus.

Ziel sei es nun die vorhandenen touristischen Daten auszuwerten, eine Analyse über die örtlichen Strukturen zu erstellen und die Gespräche mit Anbietern von touristischen Leistungen zu suchen. Zusätzlich soll die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus auf dem Dobel aufgegriffen und eine Zielgruppenanalyse erarbeitet werden. „Das Tourismuskonzept ist als eine Art touristische Visitenkarte zu verstehen“, meinte Schaack. In zahlreichen Fällen wird das Vorliegen solch eines Konzepts als obligatorisch bei der Bewilligung von Zuschüssen angesehen.

Autor: Stefan Meister