Dobel -  30.01.2021
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Viel Schnee und viele Falschparker lassen in Dobel die Einnahmequelle sprudeln

Es begann an den Weihnachtsfeiertagen, als Dobel plötzlich von Tag zu Tag berühmter wurde. Mit jeder Schneeflocke zog es mehr Besucher in den Höhenort – zum Teil ungeachtet der Corona-Beschränkungen wie Kontaktverbote und Abstandsregeln. Zufahrtsstraßen, Parkplätze und Schlittenhänge waren zum Teil so voll, dass die Gemeinde an manchen Tagen zeitweise abgeriegelt werden musste. Eigentlich freut sich ein Ort wie Dobel ja über Touristen, die Geld in die Kassen der Gastronomen oder Einzelhändler bringen. Und in Zeiten von Corona und geschlossenen Wirtschaften? Bleiben die Einnahmen fürs Parken, könnte man meinen. Aber nur, wenn die Parkautomaten auch funktionieren.

Eigentlich freut sich ein Ort wie Dobel ja über Touristen, die Geld in die Kassen der Gastronomen oder Einzelhändler bringen. Und in Zeiten von Corona und geschlossenen Wirtschaften? Bleiben die Einnahmen fürs Parken, könnte man meinen. Aber nur, wenn die Parkautomaten auch funktionieren, schreibt PZ-Redakteurin Carolin Weiß in ihrer Kolumne. Archivfoto: Meyer
Eigentlich freut sich ein Ort wie Dobel ja über Touristen, die Geld in die Kassen der Gastronomen oder Einzelhändler bringen. Und in Zeiten von Corona und geschlossenen Wirtschaften? Bleiben die Einnahmen fürs Parken, könnte man meinen. Aber nur, wenn die Parkautomaten auch funktionieren, schreibt PZ-Redakteurin Carolin Weiß in ihrer Kolumne. Archivfoto: Meyer

Eine Kolumne von PZ-Redakteurin Carolin Weiß

Und das haben sie teilweise nicht, wie einige Leser berichten und auch Gemeinderat Bernhard Kraft von der Fraktion „Pro Dobel“ in der jüngsten Gemeinderatsitzung kritisierte. Dobels Hauptamtsleiterin Katrin Strauch erklärte in der Sitzung und auf PZ-Nachfrage, die Automaten hätten aufgrund der Kälte zum Teil Startschwierigkeiten, Papierrollen gingen über den Tag aus und einer der Automaten sei durch Böller beschädigt und somit funktionsunfähig gemacht worden. „Sie haben halt auch schon über 20 Jahre auf dem Buckel“, sagte sie und regte in der Sitzung an, über Neuanschaffungen nachzudenken.

„Sie waren von Beginn an sehr störanfällig“, meinte auch Bürgermeister Christoph Schaack. Doch er erinnert sich: „Es gab schon Zeiten, da haben sie funktioniert. Da wurde das Kleingeld säckeweise rausgeholt.“ Auch Harald Borvitz vom Gemeindevollzugsdienst hatte alle Hände voll zu tun, Knöllchen zu verteilen, wenn die Besucher immer wieder Rettungswege oder Behindertenparkplätze zuparkten: Über 1000 Ordnungswidrigkeiten beim ruhenden Verkehr wurden an den Schnee-Tagen in Dobel festgestellt. Laut Strauch wurden dafür jeweils Verfahren im Bereich von 15 bis 30 Euro Bußgeld eingeleitet, sie rechnet mit Einnahmen im unteren fünfstelligen Bereich. Und so sprudelte plötzlich eine andere Einnahmequelle, nach dem die eine zeitweise versiegte.

Autor: caw