Dobel -  15.10.2026
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Viertägige Wanderung auf dem Westweg: Erste organisierte Reise einer chinesischen Gruppe in Deutschland

Dobel. Ende September startete eine Gruppe Wanderer aus China von Dobel aus zu einer viertägigen Wanderung auf dem Westweg. Laut dem Veranstalter, einem Anbieter für Wanderreisen in Europa mit Sitz in China, war das die erste organisierte Wanderreise einer chinesischen Gruppe in Deutschland. Begleitet wurde die Gruppe von Dr. Jinheng Feng, Inhaber der Agentur Trouver Travel in Duisburg, welche die Reisen in ganz Europa organisiert, einem weiteren deutschsprachigen Mitarbeiter sowie Schwarzwald-Guide Martin Hämmerle und dessen Sohn Sven als ortskundige Wanderführer.

Die Wanderschuhe wurden geschnürt, die Rucksäcke zurechtgerückt und die Westweg-Stempelkarten abgestempelt, dann ging es los durch das Sonnentor auf die 27 Kilometer lange Etappe nach Forbach. Bei bestem Wetter und noch besserer Stimmung dauerte es nicht lange, bis die Wanderführer mit Fragen zu Deutschland, zur Kultur und vor allem zum Wald und der Natur belagert wurden. Aber auch sie durften vieles erfahren darüber, welches Bild die Menschen im fernen China von Deutschland und vom Schwarzwald haben. Dieses Bild wird unter anderem geprägt von den Märchen der Gebrüder Grimm, die in China sehr beliebt sind. Deutschland ist demnach komplett bedeckt von Wald und voll mit wilden Tieren. Da ist es gut, dass einem ein einheimischer Guide Sicherheit gibt.

Auf dem weiteren Weg über die Badener Höhe zum Mummelsee und weiter zum Nationalparkzentrum Ruhestein konnte Martin Hämmerle die Gäste immer besser kennenlernen.

„Beeindruckend war vor allem die Lebensfreude der Leute. Schon die kleinste Kleinigkeit, die uns selbstverständlich erscheint, löst bei ihnen eine wahre Begeisterung aus. Dazu kommen die Herzlichkeit und Höflichkeit, mit der sie uns als Wanderführer begegneten,“ so Hämmerle.

Aber auch die Wanderer sparten nicht mit Lob.

„Ich habe mich sehr wohl gefühlt mit Martin und Sven zu wandern“, meinte zum Beispiel die Mitwanderin Qin You aus Shenzhen. „Es hat auch gutgetan die Waldeinsamkeit zu spüren. Das hat mir die Gelegenheit gegeben, einen inneren Dialog mit mir selbst zu führen.“

Weitere Höhepunkte der Reise waren ein Besuch des Lotharpfades an der Schwarzwaldhochstraße, ein Schwarzwälder Kirschtortenseminar in Baiersbronn oder eine Wanderung von Hinterzarten zum Titisee, bevor es für einige Teilnehmende zurück nach Hause, für andere weiter nach Italien ging.

Für Organisator Dr. Jinheng Feng war das nicht die letzte Wanderreise in den Schwarzwald. „Mir ist es ein besonderes Anliegen, zukünftig mehr Wanderreisen von China nach Deutschland zu bringen. Meine Landsleute gehen sehr gerne in die Natur und lieben gepflegte Wanderwege. Außerdem legen sie großen Wert auf Sicherheit und Geborgenheit.“