Höfen -  04.03.2021
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

Erster Brückenschlag: Bauwerk am Höfener Sägmühleweg wird zwei Monate lang saniert

Höfen. Es ist kaum zu glauben: In Höfen gibt es insgesamt 26 Brücken. Viele davon sind sanierungsbedürftig. Drei davon ganz besonders: die Ochsenbrücke, die Rathausbrücke und die Sägmühlewegbrücke. Auf letzterer sind am Montag die Bauarbeiter angerückt. In den nächsten zwei Monaten wird die 1980 errichtete Brücke saniert. Höfens Bürgermeister Heiko Stieringer und der Calwer CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Blenke, der sich für die notwendigen Landeszuschüsse eingesetzt hat, machten sich gestern zum Baustart gemeinsam mit Bauleiter Hermann Rothenhöfer ein Bild von den Arbeiten.

Marode ist die 1980 erbaute Sägmühlewegbrücke in Höfen. Nach der Sanierung wird sie mindestens 25 Jahre lang halten, verspricht der Bauleiter. Foto: Meyer
Marode ist die 1980 erbaute Sägmühlewegbrücke in Höfen. Nach der Sanierung wird sie mindestens 25 Jahre lang halten, verspricht der Bauleiter. Foto: Meyer

Tausalzschäden, Risse im Beton sowie Gehweg- und Fahrbahnsenkungen ließen das Bauwerk in den letzten Jahren in einem ganz schlechten Licht erscheinen. Seit 2015 sind die Schäden bekannt, jetzt können sie endlich beseitigt werden. Angesichts der Kosten, die weit unter dem Planansatz liegen, kommt der Bürgermeister ins Strahlen. Bei 572.000 Euro lag die Kostenschätzung vor drei Jahren, als die Unterlagen für den Förderantrag erstellt wurden. Jetzt kostet das Ganze 260 000 Euro. Aufgrund der Pandemie seien die Baupreise eingebrochen, davon profitiere nun die Höfener Brückensanierung, erläutert Bauleiter Rothenhöfer. 18 Baufirmen hätten sich an der Ausschreibung beteiligt. Dies sei eine außergewöhnlich hohe Zahl, so der Brückenspezialist.

110.000 Euro Zuschuss wurden vom Regierungspräsidium für die Sägmühlewegbrücke genehmigt. An der Stadt bleiben also noch Restkosten in Höhe von 150.000 Euro hängen. Insgesamt profitiert die Gemeinde mit 400.000 Euro aus dem Brückensanierungsfond des Landes. Geld, das sie für die Sanierung der Ochsen- und der Rathausbrücke gut gebrauchen könnte. Doch momentan sieht es ganz danach aus, dass die Zuschüsse verfallen werden. Denn die Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamts hat einen kritischen Blick auf Höfener Haushaltsschieflage. Vorhaben, die verschoben werden können, dürfen nicht in Angriff genommen werden. Weder die Rathaus-, noch die Ochsenbrücke sind einsturzgefährdet. Die Sanierung muss also nicht zwingend in diesem Jahr stattfinden. Doch dann sind vermutlich auch die Zuschussgelder weg. Stieringer will in dieser Sache mit der Rechtsaufsichtsbehörde sprechen und wird dazu auch von Blenke ermutigt: „Dass Fördermittel verfallen, macht gar keinen Sinn.“

Mehr über das Thema lesen Sie am Freitag, 5. Märt,. in der „Pforzheimer Zeitung Nordschwarzwald“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Autor: nic