Höfen -  06.03.2021
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Langersehnt: Kreisverkehr in Höfen soll nächstes Jahr gebaut werden

Höfen. Nach jahrelangem Warten bekommt Höfen endlich den ersehnten Kreisverkehr beim Rathaus an der Einmündung der Landesstraße 343 aus Richtung Langenbrand in die Bundesstraße 294. Wie Bürgermeister Heiko Stieringer auf PZ-Anfrage bestätigt, ist der Baustart für das kommende Jahr geplant. Das ist früher als erhofft. Noch vor wenigen Wochen wurde von einem Baustart frühestens 2023 gesprochen.

An der Einmündung aus Richtung Langenbrand in die Bundesstraße 294 in Höfen, soll im kommenden Jahr innerhalb von drei Monaten ein Kreisverkehr gebaut werden. Foro: Moritz
An der Einmündung aus Richtung Langenbrand in die Bundesstraße 294 in Höfen, soll im kommenden Jahr innerhalb von drei Monaten ein Kreisverkehr gebaut werden. Foro: Moritz

„Der Baubeginn des Kreisverkehrsplatzes in Höfen ist in Abhängigkeit der Haushaltslage für das Jahr 2022 geplant“, bestätigt auch die Sprecherin des Landratsamts Calw, Janina Müssle. Die grobe Kostenschätzung liegt bei 1,1 Millionen Euro, die sich Bund und Land teilen. Die Maßnahme wird von der Abteilung Straßenbau des Landratsamts Calw für das Land Baden-Württemberg geplant und gebaut. Die Bauzeit wird auf drei Monate geschätzt.

Stieringer und auch schon sein Amtsvorgänger Holger Buchelt hatten in unzähligen Gesprächen mit Behördenvertretern sowie mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten über zehn Jahre lang für diesen Kreisverkehr gekämpft. Doch das Vorhaben scheiterte immer wieder daran, dass sich die Gemeinde an den Kosten beteiligen sollte. „Das habe ich gar nicht eingesehen, die bezahlen mir ja auch nicht den Bau unserer Gemeindehalle“, sagt Stieringer. Letztendlich scheint sich die Beharrlichkeit nun ausgezahlt zu haben. An der Gemeinde bleiben lediglich die Kosten für Randsteine oder Schachtdeckel hängen. „Das kostet uns nur einen geringen fünfstelligen Betrag“, freut sich der Rathauschef, der damit auch ein Wahlkampfversprechen einlöst.

Durch den Bau des Kreisverkehrs soll die Verkehrssicherheit an der vielbefahrenen Kreuzung verbessert werden. Seit Dezember 2019 liegen dem Landratsamt aussagekräftige Ergebnisse einer Verkehrszählung vor. Laut diesen Zahlen macht ein Kreisverkehr an der Kreuzung Liebenzeller Straße/Hindenburgstraße durchaus Sinn. An der Einmündung kommt es regelmäßig zu langen Rückstaus. „Die Landesstraße mündet unübersichtlich in die Bundesstraße, was regelmäßig zu gefährlichen Situation führt“, bestätigt auch Landratsamtssprecherin Müssle. Durch den Rückstau würden die Anliegerstraßen belastet.

Außerdem liegen Stieringer zahlreiche Beschwerden von Eltern vor, die sich wegen der Verkehrssituation Sorgen um ihre Kinder auf dem Schulweg machen. Je nach Verkehrslage müssen sich die Schulkinder durch den stehenden Verkehr schlängeln, um auf die gegenüberliegende Straßenseite zu gelangen. Mit einem Kreisverkehr soll auch diese Situation entschärft werden.

Ein weiterer positiver Aspekt ist eine Verschönerung der Höfener Ortsmitte, so Stieringer, der bereits einen Blick auf die Planungen werfen konnte und den Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung über das Vorhaben informiert hat. Abgebaut werden soll die Fußgängerampel und auch die Fußgängerüberwege werden abgeschafft.

Dafür gibt es in Zukunft Querungshilfen für Fußgänger über sogenannte Fahrbahnteiler. Die Ursprungsplanung sehe zwar keine Zebrastreifen vor, die Gemeinde werde sie aber beantragen, so Stieringer.

Autor: nic