Karlsbad -  19.11.2021
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Baustart für die Langensteinbacher Aussegnungshalle: 2,15 Millionen Euro Kosten

Karlsbad-Langensteinbach. Lange Jahre tat man sich im Karlsbader Gemeinderat schwer, eine neue Aussegnungshalle innerhalb des Langensteinbacher Friedhofs zu bauen und damit den unmittelbar außerhalb des Friedhofs liegenden Luthersaal aus dem Jahre 1933 aufzugeben.

Baustart für die Aussegnungshalle: Bauamtsleiter Ronald Knackfuß, Architekt Andreas Adler, Bürgermeister Jens Timm, Pfarrer Johannes Werle und Burkhan Tezcan vom Bauunternehmen Trautmann (von links). Foto: Weber
Baustart für die Aussegnungshalle: Bauamtsleiter Ronald Knackfuß, Architekt Andreas Adler, Bürgermeister Jens Timm, Pfarrer Johannes Werle und Burkhan Tezcan vom Bauunternehmen Trautmann (von links). Foto: Weber

Nun erfolgte der Baustart auf einer seit vielen Jahren im südöstlichen Bereich des Friedhofes freigehaltenen Fläche von über 1.000 Quadratmetern. Vorausgegangen war ein Planungswettbewerb mit vier Architekturbüros, aus dem das Büro Adler und Retzbach als Gewinner hervorging. „Ich denke, wir haben mit diesem Neubau langfristig die richtige Entscheidung getroffen, auch unter dem Aspekt, für Beisetzungen einen würdigen Rahmen zu schaffen“, betonte Bürgermeister Jens Timm beim Baustart vor Vertretern der Kirchen, der Bestattungsunternehmen und der Kommunalpolitik.

Laut Architekt Andreas Adler gliedert sich das Gebäude in drei Bereiche. Die eigentliche Aussegnungshalle mit rund 180 Quadratmetern für bis zu 150 Sitz- und etwa 40 Stehplätze bildet das Zentrum. Dies ist umgeben von den Versorgungsräumen zur Aufbewahrung und Kühlung von Leichen, sowie Verabschiedungsräumen und öffentlichen WC-Anlagen. Die Beheizung erfolgt über eine Wärmepumpe, gespeist von einer Solaranlage auf dem in Holzbauweise ausgeführten Satteldach über der Halle. Recht weiträumig soll sich der zugeordnete Außenbereich mit einer großflächigen Vordachzone, Sitzbänken und Wasserspielen gestalten. Alles flankiert von viel Grün.

Wurden die Baukosten nach dem Planungswettbewerb im November 2020 noch mit rund 1,7 Millionen, einschließlich Außenanlagen und Einrichtungen benannt, so lagen sie nach der im April 2021 gebilligten Entwurfsplanung bei über 1,8 Millionen Euro.

Wie nun bei den Bauvergaben in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich wurde, wird sich dieser Betrag wohl auf prognostizierte 2,15 Millionen bis zur Fertigstellung im Herbst kommenden Jahres steigern. Sorge bereitet laut Bauamtsleiter Ronald Knackfuß auch in Karlsbad die aktuelle Kostenentwicklung im Bauwesen. Hinzugekommen sei ein neues Bodengutachten sowie eine Anhebung der sogenannten Gebäudesohle als Maßnahme nach den Starkregenereignissen in diesem Jahr gerade auch in Langensteinbach.

Autor: Gustl Weber