Karlsbad -  20.05.2021
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Ehemaliges Hotel Maxx in Ittersbach soll Ärztehaus werden

Karslbad-Ittersbach. Die neue Nutzungsvariante für das ehemalige Hotel Maxx im Ittersbacher Gewerbegebiet Stöckmädle stößt auf breite Zustimmung. Bei einer Enthaltung befürwortete der Gemeinderat Karlsbad das Gemeindeeinvernehmen zur beantragten Nutzungsänderung als Ärztehaus mit Betriebswohnung und Tagespflege.

Neue Nutzungsvariante für das leer stehende ehemalige Hotel Maxx in Ittersbach: Geplant ist ein Ärztehaus mit mehreren Praxen sowie eine Tagespflege. Foto: Weber
Neue Nutzungsvariante für das leer stehende ehemalige Hotel Maxx in Ittersbach: Geplant ist ein Ärztehaus mit mehreren Praxen sowie eine Tagespflege. Foto: Weber

Im Gegensatz zu einem noch im November 2019 von der Besitzerfamilie Braun geplanten Seniorenzentrum und der im Februar beantragten Umnutzung in eine Anlage für temporäres Wohnen (PZ berichtete) stehen jetzt keine bebauungsplanrechtlichen Rahmenbestimmungen mehr im Wege. Joachim Guthmann von der Bauverwaltung der Gemeinde verdeutlichte die besondere Situation des rund 3500 Quadratmeter großen Stücks des Areals, das zum Teil als Mischgebiet und insbesondere der mit dem ehemaligen Hotel überbaute Bereich als Gewerbegebiet ausgewiesen ist. Somit wären die früheren Nutzungsvarianten nur über eine Bebauungsplanänderung möglich gewesen, was auf wenig Zustimmung stieß. Die jetzt anvisierte Nutzung als Ärztehaus hingegen ist bebauungsplanrechtlich ausnahmsweise zulässig. Es handelt sich um eine Nutzung für gesundheitliche Zwecke.

Laut Joachim Guthmann hat das Baurechtsamt des Landratsamtes auf Anfrage eine Baugenehmigung für die anvisierte Nutzungsänderung in Aussicht gestellt, soweit das Gemeindeeinvernehmen, wie jetzt beschlossen, erteilt wird.

„Nachdem uns das Gebäude bezüglich seiner künftigen Nutzung bereits mehrfach beschäftigt hat, kommt uns das jetzige Konzept, gerade im Hinblick auf die angestrebte mittel- bis längerfristige ärztliche Versorgung für Gesamtkarlsbad absolut entgegen. Mehrere Ärzte an zentraler Stelle ist eine ideale Variante“, sagt Bürgermeister Jens Timm.

Die von Besitzer Hartmut Braun vorgelegte Planung beinhaltet Praxen für einen Zahnarzt, Hausarzt, Urologie, Gynäkologie, Dermatologie und Radiologie. Im Erdgeschoss ist eine Tagespflegeeinrichtung vorgesehen. Offensichtlich sind einige künftige Nutzer bereits Boot. „Wir bewerten das Gesamtkonzept auch für Gesamtkarlsbad sehr positiv“, so Jürgen Herrmann (Freie Wähler). Neben dem Bildungsstandort Karlsbad gehe der Weg weiter in Richtung Gesundheitsstandort und das sei zu begrüßen, meinte Roland Rädle (CDU).

Autor: Gustl Weber