Karlsbad -  26.07.2020
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Feinschliff am Autobahnzubringer und Gewerbegebiet im Blickpunkt: Regierungspräsidentin besucht Karlsbad

Karlsbad. Der Spatenstich zum lange geplanten Ausbau des Autobahnzubringers L 623 bei Langensteinbach am 16. April 2019 war ihre erste offizielle Amtshandlung als Regierungspräsidentin. Pünktlich nach Plan konnte die neue, rund 2,4 Kilometer lange und 8,4 Millionen teure Trasse für den Verkehr freigegeben werden. Am Donnerstag war Sylvia Felder erneut in Karlsbad zu Besuch. Dabei standen die zwischenzeitlich weitgehend abgeschlossenen Restarbeiten entlang des mit täglich rund 13.000 Fahrzeugen belasteten Zubringers sowie die Begleitmaßnahmen im Gewann „Steinig“ im Blickpunkt.

Eine deutliche Verbesserung für Fußgänger sowie die zahlreichen Radler und Reiter in diesem Gebiet bringt die Unterführung. Das Betonten (von links) Sylvia Felder, Landrat Christoph Schnaudigel, Bürgermeister Jens Timm, Bauamtsleiter Ronald Knackfuß, Karlsbad-, Jürgen Genthner, Baureferat Regierungspräsidium, und Hauptamtsleiter Benedikt Kleiner. Foto: Weber
Eine deutliche Verbesserung für Fußgänger sowie die zahlreichen Radler und Reiter in diesem Gebiet bringt die Unterführung. Das Betonten (von links) Sylvia Felder, Landrat Christoph Schnaudigel, Bürgermeister Jens Timm, Bauamtsleiter Ronald Knackfuß, Karlsbad-, Jürgen Genthner, Baureferat Regierungspräsidium, und Hauptamtsleiter Benedikt Kleiner. Foto: Weber

„Es ist leider so, dass fast jede Straßenbaumaßnahme Beeinträchtigungen und Belastungen für die Einwohner der Umgebung durch Umleitungen sowie für die Verkehrsteilnehmer selbst nach sich zieht. Jetzt haben wir mit der neuen Trasse und den Maßnahmen im Umfeld eine deutlich verbesserte Situation. Trotz Corona sind wir bei unseren derzeitigen Bauprojekten weitgehend im Zeitplan“, so Felder.

Die gerade mal neunmonatige Bauzeit im vergangenen Jahr für die Trasse bezeichneten Landrat Christoph Schnaudigel wie auch Karlsbads Bürgermeister Jens Timm als absolut sportlich, vom verantwortlichen Baureferat Mitte des Präsidiums, unter Leitung von Jürgen Genthner, gut gemeistert.

Weg ausgebaut

Genthner ging gestern vor Ort auf die seit der Freigabe der Trasse umgesetzten Umgebungsarbeiten ein. So wurde östlich der L 623 das bestehende Geh-, Rad- und Wirtschaftswegenetz mit insgesamt 5500 Quadratmetern komplett erneuert und erweitert. An dem Ortsausgang von Langensteinbach hat man den zunächst parallel zur Landesstraße verlaufenden Weg ausgebaut. Dieser rückt im weiteren Verlauf von der Haupttrasse ab und bindet an die bestehenden Wege an der L 609 aus Richtung Waldbronn an.

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Genthner sprach von einer guten Lösung auch für die Radtouristen aus der Region, abseits des hoch belasteten Autobahnzubringers bei minimiertem Landschaftsverbrauch. Fertig sind außerdem auch die Abbiegespuren zu den Aussiedlerhöfen sowie die dortigen Bushaltestellen auf beiden Seiten der Trasse. Aktuell befasst sich die Verkehrsabteilung des Landratsamtes dort mit der Planung einer Ampelanlage für den Kfz- und Traktorenverkehr. Eine deutliche Verbesserung für Radler, Spaziergänger und Reiter bringt eine Unterführung mit einem dreieinhalb Meter breiten Fußweg und einer offenen Rinne für den „Darsbach“. Wurde das Wegenetz östlich der Trasse auf Landeskosten erneuert, so wird dies laut Bürgermeister Timm die Gemeinde in Kürze westlich der Trasse bei einer Gesamtfläche von rund 6300 Quadratmetern für rund 240.000 Euro ebenfalls tun.

Sichtlich beeindruckt zeigte sich die Regierungspräsidentin von den großflächigen Erdfilteranlagen im Ittersbacher Gewerbegebiet „Stöckmädle“. Diese ökologisch interessanten Oberflächenwasser-Reinigungsfilter mit Schilfbewuchs werden derzeit für vier Millionen Euro grundlegend saniert. Sie erregten beim Bau vor 25 Jahren bundesweit Aufmerksamkeit.

Autor: Gustl Weber