Karlsbad -  12.02.2021
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Fest im Sattel: Karlsbad knüpft dichtes Radwegenetz

Karlsbad. Das Fahrradfest „Karlsbad radelt“ im Mai 2018 rückte das Thema Radfahren als Individualverkehr in Karlsbad verstärkt in den Blick. Auf der Basis einer Studie befürwortete der Gemeinderat anschließend ein Radverkehrskonzept. Seit 2019 sind im Haushaltsplan jährlich 150.000 Euro eingestellt. In diesem Jahr sind es sogar 340.000 Euro. Hauptziel: ein geschlossenes, ausgeschildertes Radwegenetz zwischen den Ortsteilen und eine bessere Anbindung an Nachbargemeinden – sowohl in Richtung Karlsruhe/Ettlingen als auch in den Enzkreis.

Die Beschilderung des Radwegenetzes – hier unterhalb des Lehrbienenstandes bei Ittersbach – ist Aufgabe der Gemeinde. Der bisherige Leiter des Garten- und Umweltamtes, Klaus Rösch, kontrolliert das per Rad. Foto: Gustl Weber
Die Beschilderung des Radwegenetzes – hier unterhalb des Lehrbienenstandes bei Ittersbach – ist Aufgabe der Gemeinde. Der bisherige Leiter des Garten- und Umweltamtes, Klaus Rösch, kontrolliert das per Rad. Foto: Gustl Weber

Der langjährige Leiter des Garten- und Umweltamtes, Klaus Rösch, der dieser Tage in den Ruhestand verabschiedet wurde, verdeutlichte die bisherigen Maßnahmen, verbunden mit einem Ausblick auf anstehende Projekte. 2020 wurden etwa die Landwirtschafts- und Radwege westlich des neuen Autobahnzubringers bei den Steinig-Höfen auf knapp zwei Kilometern für rund 240.000 Euro erneuert und asphaltiert.

Östlich des Zubringers hat das Land ebenfalls investiert und eine bessere Verbindung in Karlsruhes Höhenstadtteile und hinunter zum Rhein geschaffen. Die Gemeinde schloss in Auerbach eine Weglücke über 500 Meter Richtung Keltern/Straubenhardt. Der Rad- und Wanderweg zwischen Langensteinbach und Untermutschelbach erhielt eine Querverbindung nach Obermutschelbach und damit eine Anbindung Richtung Remchingen.

Mehr Geld fließt dieses Jahr vor allem ins Schulzentrum Langensteinbach mit über 2000 Schülern. Für rund 300.000 Euro entsteht dort eine große überdachte Fahrradabstellanlage. Hierzu kann die Kommune mit 75 Prozent Landeszuschuss rechnen. Zudem besteht in Auerbach der Wunsch, den Radweg zum Schulzentrum durch eine Radbrücke über die vielbefahrene Landesstraße sicherer zu machen. Als Planungsrate stehen im Etat zunächst 40.000 Euro.

„Der bundesweite Trend, mit dem Rad zur Arbeit, setzt sich spürbar auch bei uns durch. Mit den Planungen sind wir auf dem richtigen Weg, es gibt noch einiges zu tun“, so Gemeinderat Thomas Guthmann (Grüne), der seit Jahren mit dem Rad von Auerbach über Langensteinbach ins Gewerbegebiet „Stöckmädle“ nach Ittersbach zur Arbeit pendelt.

Und Karlsbads Bürgermeister Jens Timm sagt: „Der weitere Radwegeausbau wird uns in den kommenden Jahren als wichtiges Thema begleiten. Dabei geht es um Umwelt, Lebensqualität, Gesundheit wie auch touristische Attraktivität und nicht zuletzt um eine innerörtliche Eindämmung des motorisierten Individualverkehrs.“

Autor: Gustl Weber