Fünf neue mobile Stromerzeuger: Karlsbad baut seine Notfallvorsorge aus
Karlsbad. Was passiert, wenn in einer Gemeinde plötzlich für längere Zeit der Strom ausfällt? Damit wichtige Einrichtungen auch in einer solchen Krisensituation weiterarbeiten können, baut die Gemeinde Karlsbad ihre Notfallvorsorge aus. Fünf weitere mobile Stromerzeuger auf Anhängerfahrgestellen wurden jetzt geliefert. Sie sollen bei Bedarf unter anderem Schulen, Kindergärten oder Altenheime mit Strom versorgen.
„Dies ist ein zusätzlicher, bedeutender Schritt bezüglich unserer kommunalen Notfallvorsorge“, erklärte Bürgermeister Björn Kornmüller bei einem Einweisungstermin. Die Aggregate können flexibel im gesamten Gemeindegebiet eingesetzt werden. Der Gemeinderat hatte den Beschaffungsauftrag im März für rund 298.100 Euro vergeben.
Zunächst werden die Stromerzeuger an einem zentralen, angemieteten Standort untergebracht. Nach Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Langensteinbach sollen dort zwei der Großaggregate ihren Platz finden. Für die Kraftstoffversorgung steht eine mobile Tankstelle bereit. Die Gemeinde bevorratet dafür rund 2000 Liter des lange lagerfähigen Dieselkraftstoffs HVO 100.
Parallel dazu bereitet Karlsbad seine Feuerwehrhäuser auf mögliche Stromausfälle vor. Bereits Anfang des Jahres wurden vier mobile Stromerzeuger für deren Notstromversorgung beschafft. Im Feuerwehrhaus Ittersbach steht ein entsprechendes Gerät schon seit 2022 bereit. Die notwendigen Arbeiten zur Stromeinspeisung laufen derzeit.
Die Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen sollen künftig auch als Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung dienen. Beim Einweisungstermin wurden die Feuerwehrabteilungen mit Ausrüstungspaketen ausgestattet. Dazu gehören unter anderem Funktionswesten, Handscheinwerfer, Megafone, Erste-Hilfe-Boxen und DAB-Radios. Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, sollen die Treffpunkte in Betrieb genommen werden.
Grundlage der Maßnahmen ist ein technisches Versorgungskonzept, das die Gemeinde gemeinsam mit einem Fachunternehmen entwickelt hat. Es berücksichtigt neben der Strom- und Wärmeversorgung auch die Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, Kommunikation und Kraftstoffversorgung. Ziel ist es, zentrale Einrichtungen wie Verwaltung und Feuerwehr im Krisenfall mindestens drei Tage lang handlungsfähig zu halten.
Weitere Investitionen sind bereits beschlossen. Im Juli vergab der Gemeinderat einen Auftrag über rund 498.000 Euro für die Notstromversorgung des Schulzentrums und des Hallenkomplexes beim Sportzentrum. Auch das Neue Rathaus mit seiner geplanten Photovoltaikanlage ist eingebunden.
