Karlsbad -  16.12.2021
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Karlsbad setzt weiter auf gezielte Energie- und Klimaschutzpolitik

Karlsbad. Mit dem vom Gemeinderat einstimmig genehmigten, energetischen Arbeitsprogramm 2022 bis 2025 schafft Karlsbad die Basis für die Fortsetzung der Re-Zertifizierung im Rahmen des European Energy Award (eea). Birgit Schwegle, Geschäftsführerin der Umwelt- und Energieagentur des Landkreises, erinnerte bei der Ratssitzung, dass Karlsbad bereits 2013 als erste Kommune des Kreises in diesen Wettbewerb für ein europäisches Gütezertifikat zur Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Gemeinden startete.

Erich Gebhard betreut seit 13 Jahren das ökologische Blockheizkraftwerk für das Schulzentrum Langensteinbach. Foto: Weber
Erich Gebhard betreut seit 13 Jahren das ökologische Blockheizkraftwerk für das Schulzentrum Langensteinbach. Foto: Weber

Bisher hat man bereits drei Zertifizierungen, die letzte in diesem Jahr, erfolgreich durchlaufen. Zu den zentralen Aktivitäten Karlsbads in jüngere Zeit zählen unter anderem die klimaorientierte Anpassung bei Aufforstungen im Gemeindewald, die Erarbeitung eines Radverkehrskonzepts, die laufende Sanierung des Schulzentrums mit energetischen Maßnahmen, die zentrale Wärmeversorgung des Schulzentrums, weitgehend mit erneuerbaren Energien, Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur, Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel, bis zum öffentliche Nahverkehr, auch ohne direkte Bahnanbindung.

Das jetzt beschlossene, energiepolitische Arbeitsprogramm bis 2025 beinhaltet beispielsweise die Erstellung eines Starkregenkonzepts, ein digitales Messkonzept für kommunale Einrichtungen, ein Sanierungskonzept für die Jahn- und Schelmenbuschhalle oder eine Analyse der Energieeffizienz der Wasserversorgung bis zur weiteren Förderung des Streuobstbaus durch Abgabe subventionierter Obstbäume. Zu den Schwerpunkten zählen das geplante Quartierkonzept „Langensteinbach Rathaus“ im Altortsbereich, bezüglich energetischer Maßnahmen für kommunale wie auch für private Gebäude und insbesondere die anstehende Nahwärmeversorgung Langensteinbach-Süd nach Erweiterung der Heizzentrale beim Schulzentrum mit Anbindung des Freibades und der kreiseigenen Ludwig-Guttmann-Schule. Bürgermeister Jens Timm erinnert daran, dass mit dem Energy-Award- Prozess im Detail auch eine Förderung durch KfW-Mittel möglich werde. Unabhängig davon müsse die Gemeinde für die Projekte Mittel im Etat bereitstellen.

Autor: Gustl Weber