Karlsbad -  27.12.2021
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Karlsbader Seniorenbeirat durch Bürgermeister Jens Timm für weitere drei Jahre verpflichtet

Karlsbad. Gleich zwei Ereignisse rückten den seit 2009 bestehenden Karlsbader Seniorenbeirat in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Mit der feierlichen Überreichung der Urkunde durch Bürgermeister Jens Timm im Sitzungssaal des Ittersbacher Rathauses wurden Dieter Hartz, Hartmut Becker, Günter Sing, Hans Brydniak und Andreas Schütte für weitere drei Jahre in diesem Ehrenamt verpflichtet.

Die fünf Mitglieder des Karlsbader Seniorenbeirats Andreas Schütte (von links), Hartmut Becker, Günter Sing, Hans Brydniak, Dieter Hartz erhalten von Bürgermeister Jens Timm ihre Ernennungsurkunde. Foto: Weber
Die fünf Mitglieder des Karlsbader Seniorenbeirats Andreas Schütte (von links), Hartmut Becker, Günter Sing, Hans Brydniak, Dieter Hartz erhalten von Bürgermeister Jens Timm ihre Ernennungsurkunde. Foto: Weber

Gleichzeitig hat die Organisation, die im Kern ihrer Aktivitäten die Interessen und Bedürfnisse der älteren Menschen in Karlsbad gegenüber der Kommune und dem Gemeinderat vertritt, im Erdgeschoss des Ittersbacher Rathauses ein Büro als neue Anlaufstelle bezogen. Das ehemalige Büro im Kurfürstenbad musste aufgegeben werden.

Demografischer Wandel

„Der demografische Wandel wird die Themenfelder des Seniorenbeirates in Zukunft sicher ausweiten und ihr beispielhaftes, ehrenamtliches Engagement weiter in den Blickpunkt rücken“, meinte Bürgermeister Jens Timm. Sein Dank galt den Mitgliedern für ihren Einsatz in der zurückliegenden Amtszeit über drei Jahre. Dies gilt auch für die Mitarbeit im von Bürgerinnen und Bürgern getragenen Agenda-Rat „Mach mit! Unsere Zukunft Karlsbad 2020“. Schließlich war es der Seniorenbeirat, der mit seinem Projektantrag zum Aufbau eines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts als Teil einer zukunftsorientierten Demografie-Strategie bereits vor Jahren die Initialzündung für das 2018 von der Kommune eingeleitete Projekt „Gutes Älterwerden in Karlsbad“ den Anstoß gab.

Angebote ausweiten

Der Seniorenbeirat möchte seine eigenen Angebote, soweit es die Pandemie zulässt, fortsetzen und bedarfsorientiert ausweiten, wie Dieter Hartz, der als Sprecher agiert und wie auch Günter Sing von Anfang an dabei ist, beim Pressegespräch betonte.

Dazu zählt die Taschengeldbörse: Hier vermittelt das Seniorenbüro Schüler und Jugendliche für 7,50 Euro pro Stunde an Senioren wie auch an Familien zum Einkaufen, Rasenmähen oder Babysitting. Weiter ist der Beirat auch in Sachen Zertifizierung „Seniorenfreundlicher Service“ in Karlsbader Betrieben (Handwerk, Handel und Dienstleister) aktiv. Hinzu kommt der beliebte „Spieletreff ab 60“ im Bürgersaal des Rathauses in Langensteinbach.

Laut Günter Sing fehlen aktuell in Karlsbad knapp 100 Pflegeplätze. Hier sieht man die Chance, dass im anstehenden Neubaugebiet Schaftrieb in Langensteinbach eine Vorhaltefläche für eine Seniorenanlage ausgewiesen wird. Insgesamt bestehe spürbar der Wunsch nach einem intensiveren Austausch mit dem Rathaus und in Abständen auch mit dem Gemeinderat und den Fraktionen.

Autor: Gustl Weber