Karlsbad -  07.10.2021
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Schimmer der Hoffnung im Karlsbader Wald: 2021 gab es deutlich weniger Käferholz

Während die Weinbauern über einen nassen Sommer klagen, hoffen die Forstleute auf weitere zwei bis drei Jahre mit viel Regen und gemäßigten Temperaturen. So das Fazit aus dem öffentlichen Waldrundgang des Karlsbader Gemeinderates unter Beteiligung zahlreicher Bürger.

Der Karlsbader Gemeinderat und Bürger lassen sich von Forstrevierleiter Martin Mußgnug (Vierter von rechts) die aktuelle Waldsituation erläutern. Foto: Weber
Der Karlsbader Gemeinderat und Bürger lassen sich von Forstrevierleiter Martin Mußgnug (Vierter von rechts) die aktuelle Waldsituation erläutern. Foto: Weber

„Die Waldwirtschaft ist das eine, der Erholungs- und Freizeitwert ist das andere. Beides gilt es in Einklang zu bringen“; betonte Bürgermeister Jens Timm zum Auftakt. Der Leiter des Forstamtes im Landratsamt Karlsruhe, Martin Moosmayer, und der Karlsbader Forstrevierleiter Martin Mußgnug hatten in diesem Jahr den Waldbereich unterhalb des Ittersbacher Industriegebietes Stöckmädle für die Sitzung im Grünen ausgewählt. Auf dem rund vier Kilometer langen Rundgang ging es zunächst um den Zustand des Waldes nach den extremen Trockenjahren 2018 bis 2020.

Karlsbad besitzt in den fünf Ortsteilen 1250 Hektar Gemeindewald. Hinzu kommen 350 Hektar Staatswald. Das prognostizierte Defizit im Waldhaushalt der Gemeinde für 2021 lag bei rund 300 000 Euro bei einem Hiebsatz von 6000 Festmetern. Hierzu erhält die Kommune laut Moosmayer in diesem Jahr allerdings eine zunächst einmalige Bundeswaldprämie von 110000 Euro. Weitere 30000 Euro gibt es für Schadholzaufarbeitung und neue Kulturen. Daneben hat der Holzpreis wieder deutlich angezogen. Mußgnug sagte: „Nach der extremen Trockenheit hatten wir im vergangenen Jahr rund 1000 Festmeter Käferholz zu entsorgen. In diesem Jahre sind es gerade mal 100 Festmeter.“

Autor: i.e.