Karlsbad -  21.09.2021
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Schwach besucht: Erste Ideensammlung zur Städtebauförderung in Karlsbad

Karlsbad. Neben einigen Ratsvertretern waren es gerade mal 15 Bürger, die der Einladung der Gemeinde unter dem Titel „Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes im Rahmen der Städtebauförderung“ folgten. Dabei wurde rasch deutlich, dass die Themenstellung zu einer falschen Erwartungshaltung geführt hatte. Überwiegend war man der Meinung, dass es schon um Details gehe.

Um Fördergelder für die Neugestaltung des Langensteinbacher Ortskerns zu erhalten, muss Karlsbad sein Leitbild fortschreiben. Dies ist Teil des Antrags. Foto: Weber
Um Fördergelder für die Neugestaltung des Langensteinbacher Ortskerns zu erhalten, muss Karlsbad sein Leitbild fortschreiben. Dies ist Teil des Antrags. Foto: Weber

Der Gemeinderat hatte im Juni der Aufnahme Karlsbads in das Landesprogramm 2022 für Städtebaufördermaßnahmen zugestimmt zur Neugestaltung des Altortbereiches in Langensteinbach. Doch darum ging es erstmal nicht. „Dem Antrag an das Land ist ein erster Zwischenschritt des Karlsbader Leitbildprozesses 2011 bis 2020 beizufügen, der im kommenden Jahr fortgeschrieben werden soll“, so der Vertreter der beauftragten Stadtentwicklungs-GmbH, Tillmann Sperle. „Welche Bürgerwünsche sollen in die Leitbildfortschreibung 2022 einfließen“, war schließlich die Aufgabenstellung des Abends. Es ging also um eine erste Ideensammlung. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Vorschläge auf Würfel zu schreiben und diese in den Ortsteilen auf einem ausgelegten großflächigen Luftbild zu platzieren. Als bedeutende Ziele genannt wurden eine ortsteilübergreifende Parkraumbewirtschaftung, kleinere innerörtliche Ladengeschäfte, Gastronomie auch mit attraktivem Außenbereich für den Tagestourismus, die Innenortsverdichtungen erträglicher gestalten, Grünflächen belassen, eine Umfahrung Langensteinbachs, Radverbindungswege zwischen den Ortsteilen und der Bau von Windkraftanlagen.

Bei einer Sondersitzung am 20. Oktober wird sich der Gemeinderat dem Thema widmen. Eine klare Abgrenzung des künftigen Städtebaufördergebietes an der Hauptstraße soll im Frühjahr 2022 erfolgen. Verbunden damit ist dann eine exakte Bestandsaufnahme durch das beauftragte Planungsbüro zur Substanz von Gebäuden, Straßen, Wegen und Plätzen. Daraus soll sich die Fördermöglichkeit für private Hausbesitzer wie auch für kommunale Einrichtungen ergeben. Genannt seien hier Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, so der gesamte energetische Bereich wie neue Heizungen oder neue Fenster, aber auch die Neugestaltung von Straßen, Wegen und Plätzen. „Insgesamt ein recht zäher Weg“; meinte eine Besucherin der Bürgerveranstaltung.

Autor: Gustl Weber