Oberderdingen
Oberderdingen -  10.12.2021
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Kelterbetrieb in Oberderdingen sichert Erhalt von Streuobstwiesen

Oberderdingen. Seit vielen Jahren ist auch in diesem Jahr über die Herbstmonate von Mitte September bis Ende Oktober die Oberderdinger Kelter im denkmalgeschützten Keltergebäude der Weinstraße im Unterdorf geöffnet gewesen. Mit einer Obstmenge von 6780 Kilogramm fiel die diesjährige Obsternte schlechter als 2020 aus, jedoch besser als die dürftige Obsternte 2019 mit 1980 Kilogramm.

Insgesamt 6780 Kilogramm Obst ist dieses Jahr in der Oberderdinger Kelter in der Weinstraße gepresst worden. Foto: Lohner/Gemeinde Oberderdingen
Insgesamt 6780 Kilogramm Obst ist dieses Jahr in der Oberderdinger Kelter in der Weinstraße gepresst worden. Foto: Lohner/Gemeinde Oberderdingen

Nachdem im Vorjahr Keltermeister Ludwig Hupbauer in Vertretung den Kelterbetrieb geleitet hat, haben sich in diesem Jahr Ludwig Hupbauer und Friedhelm Bratzel die Arbeit geteilt. Nach vorheriger Anmeldung im BürgerBüro konnte montags, mittwochs und samstags gekeltert werden. Die Anzahl der Weinpressen lag 2021 bei acht. Nach dem etwas besseren Obstjahr 2020 ist das Volumen der verarbeiteten Obstmenge im Jahr 2021 mit 6780 Kilogramm wieder deutlich gesunken (2020: 15 230 Kilogramm, 2019: 1980 Kilogramm, 2018: 25 160 Kilogramm). Da der Betrieb einer Kelter keine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist, sind in Eigenregie von Gemeinden geführte Kelterbetriebe selten geworden. Daher nutzen nicht nur Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Oberderdingen, sondern auch zahlreiche Auswärtige die Oberderdinger Einrichtung. Von 33 Kunden in diesem Jahr kamen 16 (48 Prozent) aus anderen Gemeinden.

Der freiwillige Kelterbetrieb ist ein Verlustgeschäft für Kommunen. Trotzdem ist es Bürgermeister Thomas Nowitzki und dem Gemeinderat wichtig, diese Dienstleistung zum Erhalt der ökologisch wertvollen Streuobstwiesen weiterhin anzubieten.

Autor: pm