Oberderdingen
Oberderdingen -  04.01.2022
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Uwe Schneider fällt Abschied aus Gemeinderat in Oberderdingen nicht leicht

Oberderdingen. „Es macht mich schon stolz, zu sehen, wie sich Oberderdingen in den vergangenen Jahren verändert hat“, sagt Uwe Schneider. Nach 27 Jahren im Ehrenamt hat der Oberderdinger Gemeinderat aus gesundheitlichen Gründen schweren Herzens um sein Ausscheiden aus dem Gremium gebeten und wurde dort bereits verabschiedet (PZ berichtete).

Jüngst hat sich Uwe Schneider (links) aus dem Oberderdinger Gemeinderat verabschiedet. Die Freundschaft zu Bürgermeister Thomas Nowitzki bleibt. Foto: Prokoph
Jüngst hat sich Uwe Schneider (links) aus dem Oberderdinger Gemeinderat verabschiedet. Die Freundschaft zu Bürgermeister Thomas Nowitzki bleibt. Foto: Prokoph

Als langjährige Weggefährten blicken er und Bürgermeister Thomas Nowitzki im Gespräch zurück, aber auch voraus. Im Alter von 36 Jahren wurde Schneider bei der Oberderdinger Firma EGO – bei der er bis zu seinem Ruhestand zuletzt als Abteilungsleiter für die weltweite Genehmigung von Produkten beschäftigt war – auf eine Kandidatur für die Liste der Freien Wähler angesprochen und 1994 mit 1214 Stimmen gewählt. Ab 1999 war der heute 64-jährige Familienvater dann Fraktionsvorsitzender und konnte seine Stimmenzahl bei jeder Wahl deutlich steigern. „Uwe Schneider hat in drei Jahrzehnten maßgeblich an der steilen Entwicklung unserer Gemeinde mitgewirkt und war 22 Jahre lang mein Stellvertreter“, ergänzt Bürgermeister Nowitzki. Überdies hat sich Schneider in den Aufsichtsräten der Oberderdinger Wirtschaftsfördergesellschaft (WFI) und bei der Marketing GmbH als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender sowie in mehreren Ausschüssen engagiert.

Während seiner Zeit als Gemeinderat wurden große Projekte, wie unter anderem die Ortsentlastungsstraßen Flehingen und Oberderdingen, der Bau der neuen Schlossgartenhalle sowie der Mediathek und zahlreiche Baugebiete umgesetzt. Zudem hat sich der aktive Jagdhornbläser bei der Städtepartnerschaft mit Heinfels im Pustertal eingebracht. Zwischen Nowitzki und Schneider ist in den vergangenen Jahrzehnten auch eine Freundschaft entstanden. „Kommunalpolitik war für mich immer mehr als ein Hobby, es war meine Passion“, sagt Uwe Schneider. Denn als Gemeinderat stünde man direkt im Kontakt mit den Bürgern. Und es ist ihm anzumerken, dass er sich nur ungern verabschiedet hat.

Wegen der Corona-Pandemie habe zuletzt der persönliche Kontakt im Gremium untereinander, aber auch zu den Bürgern spürbar gelitten, räumen die Gesprächspartner ein. „In Nachsitzungen konnte man aber so manche Spannungen im Gemeinderat ausgleichen“, sagt Nowitzki. Jetzt freut sich Uwe Schneider auf seinen jüngst geborenen Enkel Julian, für den er nun viel Zeit hat. Und es ist klar, dass sich die beiden Freunde vordringlich Gesundheit und ein Überwinden der Pandemie für das neue Jahr wünschen.

Autor: Ilona Prokoph