Oberderdingen
Oberderdingen -  19.11.2021
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Vergangene Badesaison in Oberderdingen: Günstiger Eintritt als gutes Zeichen

Oberderdingen. „Hervorzuheben ist, dass die Gemeinde Oberderdingen mit Eintrittspreisen von drei Euro für Erwachsene und zwei Euro für ermäßigte Personen im Corona-Jahr ein gutes Zeichen gesetzt hat“, resümierte Bürgermeister Thomas Nowitzki zufrieden in der jüngsten Sitzung des Oberderdinger Ausschusses für Technik und Umwelt die abgelaufene Badesaison 2021, die der Ausschuss zur Kenntnis nahm.

Bürgermeister Thomas Nowitzki freute sich im August 2020, dass das für 6,5 Millionen Euro renovierte Filple Freibad trotz Corona geöffnet wurde. Archivfoto: Prokoph
Bürgermeister Thomas Nowitzki freute sich im August 2020, dass das für 6,5 Millionen Euro renovierte Filple Freibad trotz Corona geöffnet wurde. Archivfoto: Prokoph

Denn in vergleichbaren Bädern der Region habe der Eintritt bei rund 4,50 Euro gelegen, so Nowitzki. Der gesamte Abmangel in 2021 für das Flehinger Naturerlebnisbad und das Oberderdinger Freibad betrage rund 338 000 Euro, führte Kämmerer Dieter Motzer aus. Denn die in diesem Jahr nicht repräsentativen Badegebühren deckten lediglich 15 Prozent der Aufwendungen im Erfolgsplan.

Das Naturerlebnisbad Flehingen war vom 19. Juni bis zum 12. September ohne Unterbrechung geöffnet. Aufgrund notwendiger Reparaturarbeiten ging das Oberderdinger Filple Freibad erst am 31. Juli an den Start, war dafür aber bis zum 30. September geöffnet. Im Flehinger Naturerlebnisbad haben in dieser Saison 9.358 Gäste (Vorjahr: 8.995) das Bad besucht, schilderte Motzer. Der Freibadförderverein habe vereinbarungsgemäß 50 Prozent der Mitgliedsbeiträge, also 2 510 Euro, zur Unterhaltung des Flehinger Bades an die Gemeinde überwiesen. Zudem hat der Verein im Rahmen eines Leader-Projekts ein Spielgerät finanziert. Das Filple Bad zählte 10 529 Badegäste (Vorjahr: 10 992). Nach den Auswinterungsarbeiten musste dort das neue Edelstahlbecken repariert werden und während des Badebetriebs sei es zu weiteren Problemen im Filple Bad gekommen, weil der Druck der Wasserzufuhr vom Brunnen zu hoch war.

Nun sei die Verwaltung im Gespräch mit den Planungsbüros und den Wassermeistern, wie eine möglichst kostengünstige Lösung geschaffen werden könne. Von den Starkregenereignissen mit Überflutung des Kraichbachs war das Naturerlebnisbad Flehingen nicht betroffen, die Stürme hätten dort aber einige Bäume umstürzen lassen, die dabei die Zaunanlage beschädigten. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten für beide Bäder aufwendige Hygiene-Konzepte erstellt werden.

Autor: Ilona Prokoph