Schömberg
Schömberg -  12.09.2020
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An Langenbrand führt kein Weg vorbei - Ort von Umleitungen gebeutelt

Schömberg-Langenbrand. Die Schömberger Bürger, insbesondere die Einwohner im Ortsteil Langenbrand, werden schon seit einiger Zeit arg geplagt. Straßenbauarbeiten in der Umgebung, beispielsweise in Calmbach, Salmbach und Würzbach, sorgen dafür, dass derzeit (fast) niemand an Schömberg und seinem Teilort vorbei kommt. Erschwerend ist: Auch in Langenbrand selbst wird derzeit gebuddelt, um die Gasversorgung sicherzustellen.

Langenbrand ist umzingelt von Baustellen und auch im Ort selbst wird gebuddelt. Foto: Moritz
Langenbrand ist umzingelt von Baustellen und auch im Ort selbst wird gebuddelt. Foto: Moritz

Kein Wunder, dass sich die Beschwerden von Anliegern häufen. „Immer wieder kommen die Anwohner auf den Langenbrander Ortsvorsteher und auf mich zu“, berichtet Bürgermeister Matthias Leyn im Gespräch mit der PZ.

„Die vielen Baustellen im Umfeld machen unseren Bürgern das Leben schwer.“

Er habe zwar grundsätzlich Verständnis dafür, „dass in der Region was geschieht“ in Sachen Verkehrsinfrastruktur, allerdings vermisst Leyn gezielte Absprachen.

Deshalb schlägt das Schömberger Ortsoberhaupt „einen mehrfachen, regelmäßigen Koordinations-Austausch während des Jahres“ unter den beiden Landratsämtern, den Rathäusern und allen anderen Betroffenen vor. Dabei solle man im Vorfeld auch das Thema Umleitungen besprechen. Dieser Meinungsaustausch werde zwar immer wieder probiert, funktioniere aber nicht richtig.

Um wenigstens die Situation für die Anwohner halbwegs erträglich zu gestalten, habe man in Langenbrand in der Höfener Straße für die Zeit der Umleitungen Tempo 30 angeordnet. Die Tempobeschränkung werde auch stets vom Landratsamt kontrolliert. Froh ist Leyn darüber, dass seit Donnerstag wieder die Bundesstraße 296 zwischen Calmbach und Oberreichenbach befahrbar ist. Udo Bertsch, Geschäftsführer des gleichnamigen Modehauses und CDU-Gemeinderat, sieht die Situation ähnlich wie sein Bürgermeister:

„Die Mehrbelastung für die Bürger ist ärgerlich, insbesondere durch den Schwerlastverkehr. Am meisten ärgern mich die Baustellen in Calmbach. Dass man dafür so lange braucht, kann ich nicht verstehen.“

Ein weiteres Problem sieht er im Busverkehr aus der anderen Richtung: „Meine Mitarbeiter, die teilweise aus Engelsbrand und Büchenbronn kommen, brauchen für ihre Anfahrt viel länger.“ Dass alles seine zwei Seiten hat, macht Bertschs Satz deutlich: „Als Geschäftsmann ist es für mich nicht schlecht, wenn der ein oder andere mal an meinem Modehaus anhält.“

Autor: kn