Schömberg
Schömberg -  12.02.2026
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Bei Bürgermeisterwahl in Schömberg geht es auch um die wichtige Frage: Gelb oder Grün?

Schömberg. Der Wahlausschuss hat drei Bürgermeisterkandidaten zugelassen. Der Termin bietet deutlich mehr Kuriositäten als erwartet. Eine Auflistung:

Die drei Kandidaten (von links): Michael Hopf, Steffen Hoffmann und Matthias Stepan.
Die drei Kandidaten (von links): Michael Hopf, Steffen Hoffmann und Matthias Stepan. Foto: hopf/Hoffmann/Stepan/pz

Gemeindewahlausschüsse gelten nicht gerade als spannend – Überraschungen bleiben meist aus. So war es auf den ersten Blick auch in Schömberg wieder. Alle drei Bewerber sind für die Bürgermeisterwahl am 8. März zugelassen. Doch im Lauf des Termins kommen einige interessante Fakten und auch Kuriositäten mit auf den Tisch. Zum Beispiel, dass die Farbe des Briefwahlumschlags den Preis bestimmt. Dazu treffen zwei Kandidaten zum ersten Mal offiziell aufeinander.

Farbe der Briefwahlumschläge: Am 8. März wird auch ein neuer Landtag gewählt. Wer seine Stimme per Brief abgeben möchte, steckt seinen Stimmzettel in einen roten Umschlag. Da das bald auch bei der Bürgermeisterwahl möglich sein wird, braucht es dafür Kuverts in einer anderen Farbe. Um Verwechslungen zu vermeiden, erklärt Hauptamtsleiter Daniel Schabbach. Gelb soll es werden. „Ich hätte Grün genommen“, sagt Udo Bertsch daraufhin, der Vorsitzender des Wahlausschusses ist. „Gelb war günstiger“, antwortet Schabbach (Archivfoto: Gemeinde). Und so bleibt es dann dabei. „Wenn alles klappt, können nächste Woche die ersten Briefwahlunterlagen an die Wählerinnen und Wähler verschickt werden.“

Kein Weg zurück: Die Kandidaten hatten vom 20. Dezember bis Dienstag 18 Uhr Zeit, sich zu bewerben. Was viele nicht wissen: Seit diesem Zeitpunkt können die Bewerber ihre Kandidatur bis zur Wahl nicht mehr zurücknehmen.

Doktortitel: Weil Kandidat Matthias Stepan promovierter Verwaltungswissenschaftler ist, steht auf dem Wahlzettel der Zusatz „Dr.“ vor seinem Namen. Das passiert automatisch, weil der Ortsvorsteher von Maisenbach-Zainen auch so geführt wird. „Was es alles gibt?“, meint Ausschussmitglied Katja Rathfelder dazu und die kleine Runde lacht. Die Reihenfolge auf dem Stimmzettel sieht übrigens so aus: Michael Hopf, Steffen Hoffmann, dann Matthias Stepan. Sie richtet sich nach dem Eingang ihrer Bewerbungen.

Kontrahenten: Bei der Sitzung sind auch Michael Hopf und Matthias Stepan als Zuschauer dabei – ansonsten nur noch Roland Helber, Dauergast bei den Gemeinderatssitzungen. Es ist das erste offizielle Aufeinandertreffen. Beide schütteln Hände, führen kurze Gespräche, machen Witze, wirken entspannt. Viel schiefgehen kann an diesem Abend ja eigentlich auch nicht. Konkurrent Hoffmann ist nicht da. Für seinen Arbeitgeber weilt er momentan noch in Mexiko. Einen Vertreter hat er nicht geschickt.

Unterstützer: Jeder Kandidat musste für seine Bewerbung zehn Unterstützer aus Schömberg vorweisen.

Kandidatenvorstellung: Die ist am 27. Februar ab 19 Uhr im Kurhaus. Es gibt 430 Sitzplätze – mehr geht aus Brandschutzgründen nicht, so Schabbach. „Falls mehr Bürgerinnen und Bürger kommen, gibt es aber noch eine Übertragung in den Lesesaal.“ Und einen Livestream gibt es ebenfalls. „Wir hoffen, dass viele ins Kurhaus kommen“, so Ausschussmitglied Rosario Moser.

Amtseinsetzung: Ob der neue Bürgermeister im Rahmen einer Gemeinderatssitzung Ende April eingesetzt wird, oder es dafür doch eine extra Veranstaltung gibt, wird laut Hauptamtsleiter Schabbach noch geklärt.