Schömberg
Schömberg -  19.08.2018
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Naturpark-Markt lockt mit Speisen und Musik in den Schömberger Kurpark

„Da ist unser Ziegenkäse“, ruft Roberto Feraco seiner Frau zu und stellt sich hinten in der Schlange an, die sich um Winfried Kellers Stand gebildet hat. Vor drei Jahren hat das Dillweißensteiner Ehepaar das Angebot des Schwarzwaldziegenhofs aus Dornharn im Kreis Rottweil erstmals entdeckt.

Nicht nur gemütlich bummeln, sondern auch Angus-Rinder schauen steht ganz oben auf dem Programm bei Nadine Klawitter (links) aus Waldrennach mit Kindern und Dragica Vuchovac (rechts) aus Pforzheim mit Töchterchen. Dast-Kunadt
Nicht nur gemütlich bummeln, sondern auch Angus-Rinder schauen steht ganz oben auf dem Programm bei Nadine Klawitter (links) aus Waldrennach mit Kindern und Dragica Vuchovac (rechts) aus Pforzheim mit Töchterchen. Dast-Kunadt

Seither bestellen sie dort Ziegenkäse, Fleisch und Würste. So auch gestern beim dritten Naturpark-Markt im Schömberger Kurpark.

Dieses Phänomen ist Friederike Stetter von der Naturpark-Geschäftsstelle wohl bekannt. Seit zehn Jahren organisiert sie in Zusammenarbeit mit den Gemeinden die Märkte und hat einen Katalog von 130 Beschickern an der Hand. Je nachdem, wo die Naturpark-Märkte stattfänden, gebe es Stammbeschicker und inzwischen einen immer größer werdenden Kreis Stammkunden. „Unsere Naturpark-Erzeuger haben zum Teil sogar ganze Listen an Vorbestellungen dabei“, weiß sie.

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Werben und aufklären

Der Hardthof aus Beinberg ist seit drei Jahren in Schömberg mit dabei. „Für uns ist das eine gute Möglichkeit Werbung für unseren Hofladen zu machen“, sagt Hedwig Hamm. Sie und ihr Mann Uwe Gorjup machen den Bioland Betrieb seit über 20 Jahren. Zum Naturpark-Markt haben sie unter anderem Äpfel und Mirabellen mitgebracht. Die Markt-Attraktion schlechthin für Kinder haben Hamm und Gorjup im Anhänger ihres riesigen Traktors dabei: Eine Angus-Familie mit Bulle, Kuh und Kalb. „Wir kommen gerne hier her“, sagen sie. Der Markt sei eine Gelegenheit für nette Gespräche und man könne aufklären.

So handhabt das auch Anja Duss vom Schwalbenhof in Bad Herrenalb/Neusatz. „Wir gehen auf fünf Naturpark-Märkte im Jahr“, erzählt die Landwirtin, die gemeinsam mit Ehemann und Eltern den Betrieb mit Rindern, Schweinen, Schafen und Geflügel leitet. „Drei bis fünf Kunden bleiben bei den Märkten immer hängen, die uns dann später auch im Hofladen besuchen kommen“, erzählt die 37-Jährige.

Glücklich über die gute Resonanz, die gestiegene Zahl an Ausstellern – in diesem Jahr sind es mit 28 Erzeugern sechs mehr, als in den vergangenen beiden Jahren – und das angenehme Sommerwetter sind auch Joachim Zillinger, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Schömberg, sowie Julius Müller, stellvertretender Leiter der Touristik und Kur Schömberg. „Das ist perfektes Landidyll“, schwärmt Zillinger. Hier die Erzeuger, die mit ihren Produkten, ihrer Nachhaltigkeit und ihrem Einfallsreichtum begeisterten. Dort der Naturpark-Wirt, das Ringhotel Mönchs Waldhotel aus dem Kapfenhardter Tal, dessen regionales Mittagessen weithin duftet. Und alles untermalt von Klängen des Jazzmobils aus dem Stuttgarter Raum. „Hier kann man bummeln, entspannen, sich treiben lassen“, sagt Initiatorin Friederike Stetter zufrieden.

Autor: Yvonne Dast-Kunadt