Schömberg
Schömberg -  15.03.2020
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp
Anzeige

Neues Leben kommt in altes Postgebäude: Was jetzt mit dem leerstehenden Haus in Schömberg passiert

Schömberg. Seit Ende vergangenen Jahres steht das alte Postgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kreisverkehr Lindenstraße/Poststraße in Schömberg leer. Jetzt gibt es neue Pläne für die Immobilie.

Ein ortsansässiges Unternehmen plant in dem Gebäude eine Dienstleistungszentrale, unter anderem mit Lagerfläche. Symbolfoto: Adobe Stock
Ein ortsansässiges Unternehmen plant in dem Gebäude eine Dienstleistungszentrale, unter anderem mit Lagerfläche. Symbolfoto: Adobe Stock

Nun plant das ortsansässige Modehaus Bertsch den Umbau und die Umnutzung des Gebäudes in eine Dienstleistungszentrale. Künftig soll dort die gesamte Warenannahme, Warenauszeichnung, Lagerfläche, Verwaltung sowie eine kleine Verkaufsfläche im Erdgeschoss zu finden sein.

Damit einher geht eine Umnutzung sowie geringe Umbauten im Bestandsgebäude. Lediglich der geplante Anbau eines Aufzuges zwischen dem Lager im Untergeschoss und dem Lager im Erdgeschoss soll von außen wahrnehmbar sein.

Anzeige

CDU-Gemeinderat Andreas Ehnis lobte ausdrücklich das Vorhaben seines Rats- und Fraktionskollegen Udo Bertsch, der bei diesem Tagesordnungspunkt befangen war und somit nicht teilnehmen durfte: „Wir in Schömberg müssen uns glücklich schätzen, dass ein Gebäude, das leer steht, wieder genutzt werden soll und dazu auch noch eine kleine Verkaufsfläche bekommt“, sagte er.

Für ein Kleinzentrum wie Schömberg sei das ganz toll. „Wir werden künftig noch mehr Leben im Ort brauchen“, sagte er und verwies damit auf das verstärkte touristische Engagement der Gemeinde. „Solche Unternehmer, die bereit sind, in unser kleines Zentrum zu investieren, anstatt auf die grüne Wiese zu ziehen, müssen wir hegen und pflegen“, sagte er.

Vorteilhaft sei zudem, dass künftig die Lindenstraße mit starkem Verkehrsfluss nicht mehr durch Be- und Entladungen vor dem Modehaus blockiert würde. „Das verlagert sich dann alles in die Seitenstraße“, prognostizierte Ehnis weiter. Das sah der Ausschuss ebenso und stimmte deshalb geschlossen für das Bauvorhaben.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes wollte Ehnis von der Gemeindeverwaltung wissen, wie es mit der alten Windkraftanlage in Langenbrand weiter geht, wenn die Betriebserlaubnis in naher Zukunft auslaufet.

„Das Windrad steht auf einem Gemeindegrundstück“, sagte Ehnis. Schömberg verlange dafür eine eher geringe Pacht und mache auch geringe Rückstellungen. „Es ist für mich in Ordnung, dass der Anlagenbetreiber mit dem Windrad Gewinne macht – wir haben mit dem Grundstück ja auch keine Arbeit“, führte er weiter aus.

„Wer trägt die Kosten?“

Allerdings wolle er wissen, was passiere, wenn die Anlage stillgelegt werde. Sie stehe auf einem massiven Betonfundament. „Es muss einen Rückbau geben und der muss mit Rücksicht auf unseren zertifizierten Wald nachhaltig und naturverträglich erfolgen“, mahnte er und betonte, dass diese Kosten nicht an der Allgemeinheit hängen bleiben dürften. Denn der Rückbau eines solchen Fundaments könne bis zu 150.000 Euro kosten. „Bitte werden Sie jetzt aktiv und kümmern sich darum“, sagte er in Richtung Verwaltungsspitze.

Autor: Yvonne Dast-Kunadt