Schömberg
Schömberg -  12.09.2021
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Schömberger genießen ihr freies Himmelsglück

Im Juni wurde der Aussichtsturm in Schömberg eingeweiht. Seitdem haben rund 18 000 Besucher den Ausblick von der 50 Meter hohen Plattform genossen. Am Wochenende gab es nun eine besondere Aktion für alle Schömberger. Am Samstag und Sonntag war für sie der Eintritt frei. „Die Leute sind dankbar für diese Möglichkeit“, sagte Bürgermeister Matthias Leyn, der an beiden Tagen vielen persönlich die Frei-Tickets übergab – nach Kontrolle der Personalausweise. Leyn rechnete insgesamt mit 1000 Besuchern am Wochenende.

Am Sonntagvormittag ist die oberste Plattform gut besucht.
Am Sonntagvormittag ist die oberste Plattform gut besucht.

An beiden Tagen wurden die Gäste am Fuß des Turmes vom Musikverein und dem CDU-Ortsverband bewirtet. Am Sonntagvormittag spielte der Musikverein zum Frühschoppen. „Es ist toll, dass es diese Möglichkeit für Vereine gibt“, so der Vorsitzende Jürgen Misztl. Durch die Bewirtung könne man die im letzten Jahr ausgefallenen Veranstaltungen finanziell abfedern.

„Wir hätten gern etwas mehr Programm geboten“, sagte Bürgermeister Leyn. Allerdings habe man bei der Planung noch nicht gewusst, wie die Pandemiesituation Anfang September sei. Es sei so aber schnell die Idee entstanden, dass Impfmobil des Landkreises am Turm zu platzieren. Dieses war am Samstag zwei Stunden vor Ort. 65 Menschen ließen sich impfen. Es war bereits der vierte Halt des Impfmobils in Schömberg.

Die Menschen seien vom Turm begeistert, so Leyn. Besonders Hoteliers, Einzelhändler und Gastronomen erzählten von einem positiven Effekt durch den Turm für ihr Geschäft. Und auch die Gegner zeigten sich mittlerweile wohlwollender. „Ich finde es toll“, meinte ein Schömberger, der mit seiner Frau zum ersten Mal den Turm besuchte. Es sei ein interessanter Blickwinkel auf den eigenen Ort. „Besser wie gedacht“, meinte ein junger Mann. Anfangs sei er dem Turm skeptisch gegenüber gestanden. Er hatte ihn für unnötig gehalten. Das mit dem freien Eintritt sei eine gute Idee. Auch auswärtige Gäste waren auf dem Turm. „Man sieht so weit und es ist so viel Wald“, meinte eine Frau, die aktuell zur Kur in Schömberg ist.

Zum Projekt „Himmelsglück“ fehlen noch die Seilrutschbahnen Fly-Line und Flying Fox. Baubeginn ist für Ende Oktober geplant. Im Frühjahr sollen beide eröffnet werden, ebenso die Augenblickrunde um den Turm. Zudem fehlen noch die Panoramatafeln, die auf der obersten Plattform die Orientierung beim Blick in die Ferne erleichtern sollen. „Der Fotograf wartet auf eine gute Sicht“, erklärte Touristik und Kur-Leiterin Marina Moser. In den Fernrohren sind die Infos schon eingeblendet.

Autor: Felix Biermayer