Unterreichenbach
Unterreichenbach -  07.04.2021
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Ärger über Fabrikverkauf in Unterreichenbach zwingt Gemeinde zum Handeln

Unterreichenbach. Eine nicht alltägliche Entscheidung hat der Gemeinderat Unterreichenbach einstimmig in seiner jüngsten Sitzung gefällt: Er wird das gemeindliche Vorkaufsrecht nach dem Baugesetzbuch im Fall der ehemaligen Unterreichenbacher Firma Vohl und Rath an der Pforzheimer Straße ausüben. „Das ist für uns Neuland“, sagte Bürgermeister Carsten Lachenauer: Da der derzeitige Eigentümer des leerstehenden Fabrikgebäudes völlig überraschend verkauft habe, müsse die Gemeinde handeln und zu den gleichen Konditionen wie der ursprüngliche Käufer in den Kaufvertrag eintreten.

Dieses Fabrikgebäude steht in Unterreichenbach leer: Die Gemeinde wünscht sich dort eine künftige Wohn- und Geschäftsnutzung und will den Einfluss auf die Entwicklung mit dem gemeindlichen Vorkaufsrecht sichern. Foto: Dast-Kunadt
Dieses Fabrikgebäude steht in Unterreichenbach leer: Die Gemeinde wünscht sich dort eine künftige Wohn- und Geschäftsnutzung und will den Einfluss auf die Entwicklung mit dem gemeindlichen Vorkaufsrecht sichern. Foto: Dast-Kunadt

Seit Jahren verfolgt die Gemeinde – zum Teil mit Fördermitteln des Landes – das Thema Flächengewinnung durch Innenentwicklung. So auch hinsichtlich dieses Grundstücks. Gemeinsam mit einem Investor war bereits seit einiger Zeit intensiv an einer städtebaulichen Entwicklung gearbeitet worden. „Das Anwesen, dessen Gebäude zum Teil unter Denkmalschutz steht, soll saniert und einer Wohn- und Geschäftsnutzung zugeführt werden“, so Lachenauer.

Dem vorausgegangen waren bereits mehrere intensive Gespräche zwischen dem Eigentümer des Grundstücks, dem Investor und der Gemeinde. Lachenauer zufolge sei sogar eine Vereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung getroffen worden. Danach sollte der Investor nach geeigneten Partnern für das Projekt suchen. „Das hat der Investor auch getan“, so der Bürgermeister weiter. Es habe bereits acht bis zehn Termine gegeben und zwei Kooperationspartner stünden inzwischen „Gewehr bei Fuß“.

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Autor: Yvonne Dast-Kunadt