Unterreichenbach
Unterreichenbach -  08.12.2018
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Schnelles Internet für Kapfenhardt

Unterreichenbach-Kapfenhardt. Das evangelische Gemeindehaus in Kapfenhardt reichte nicht aus um allen Interessierten an der Informationsveranstaltung „Breitbandausbau“ Platz zu bieten. Das verwundert nicht, denn der Wunsch nach schnellem Internet ist im Ort seit Jahren groß. Bisher können Daten dort häufig nur im Schneckentempo verschickt oder abgerufen werden.

Packen den Glasfaserausbau gemeinsam an: Bernd Land, Alexander Siebnich und Carsten Lachenauer (von links). Fux
Packen den Glasfaserausbau gemeinsam an: Bernd Land, Alexander Siebnich und Carsten Lachenauer (von links). Fux

Das soll sich im April 2019 ändern. Der Breitbandausbau wird mit einer modernen und leistungsfähigen Glasfaserinfrastruktur umgesetzt, die möglichst viele Gebäude direkt anschließen soll. Tiefbaumaßnahmen sind bereits voll im Gange. „Das Thema Breitbandversorgung verfolgt mich in Kapfenhardt sicherlich schon seit zehn Jahren, der Ort gehörte bisher zu den weißen Flecken auf der Landkarte“, sagte Bürgermeister Carsten Lachenauer.

Das Problem: Viele Betreiber – vor allem große Unternehmen – hatten kein wirtschaftliches Interesse daran, den ländlichen Raum mit schnellem Internet zu versorgen und den dafür nötigen Ausbau anzupacken. Neuen Schwung in die Sache brachte nun die Kooperation mit dem Landratsamt Calw, das für den Ausbau sorgte und einen Netzbetreiber suchte sowie eine Förderung des Landes Baden-Württemberg. „Der Landkreis Calw, aber auch die Gemeinde haben viel Geld in die Hand genommen“, betonte Bernd Land vom Landratsamt Calw. Mit dem „nsw-Netz“, ein Gemeinschaftsprojekt der Sparkassen-IT, dem Landkreis Calw sowie der „brain4kom“, soll nun die Schwarzwaldregion mit schnellem und zuverlässigem Internet versorgt werden.

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„Wo Dachständer abgebaut und Leitungen verlegt wurden, haben wir darauf geachtet, Glasfaser direkt ins Haus zu bekommen“, betonte Lachenauer. Doch auch dort, wo dies nicht machbar gewesen sei, soll es schnelle Leitungen geben. In diesen Fällen geht Alexander Seibnich von „brain4kom“ von bis zu 50 Mbit pro Sekunde Downstream und von fünf Mbit pro Sekunde Upstream aus. Liegt Glasfaser vor Ort, dann soll es in der Regel mit bis zu 100 Mbit pro Sekunde Downstream und 20 Mbit pro Sekunde Upstream geben.

Autor: Silke Fux