1. CfR Pforzheim muss wieder neuen Trainer suchen: Dirk Rohde hört überraschend beim Fußball-Oberligisten auf
Der 34-jährige Rohde hatte den Fußball-Oberligisten 1. CfR Pforzheim erst im März für Armin Redzepagic übernommen – obwohl er ursprünglich erst zur neuen Spielzeit als Cheftrainer eingeplant gewesen war. Nun bestätigte der Verein am Mittwoch der PZ den erneuten Trainerwechsel.
„Das stimmt leider“, sagte Sportdirektor Giuseppe Ricciardi auf Nachfrage der PZ.
„Dirk wird uns wieder verlassen. Das hat allerdings nichts mit dem Verein zu tun, sondern mit Gründen, die über dem Fußball stehen“,
so Giuseppe Ricciardi.
Rohde selbst nennt "private und berufliche" Faktoren als Ursache für seinen Rückzug. „Es hat sich einiges geändert“, erklärte der Trainer gegenüber der PZ. Rohde, der in Malsch bei Karlsruhe wohnt und zwei Kinder (8 und 4 Jahre) hat, ist unter anderem als Bereichsleiter bei Amazon in Pforzheim tätig und dort inzwischen noch stärker eingebunden. Den hohen zeitlichen Aufwand könne er auf Dauer nicht mehr stemmen. Schon seit seiner Übernahme im März sei die Belastung enorm gewesen.
Die Verantwortlichen des CfR informierte Rohde bereits vor rund zwei Wochen über seine Entscheidung. „Wir haben dafür vollstes Verständnis“, sagt Ricciardi. „Natürlich ist es sehr schade. Wir haben versucht, gemeinsam eine Lösung zu finden, damit er weitermacht, aber das war leider nicht möglich.“
Damit wird Rohde nur noch die verbleibenden drei Saisonspiele an der Seitenlinie stehen. „Ich hätte gerne weitergemacht. Ich glaube, hier wäre etwas Tolles entstanden. Die letzten Wochen waren erfolgreich, die Spieler sind top und auch die Verantwortlichen passen hervorragend. Es ist schade, aber manchmal lässt es sich nicht ändern“, so Rohde.
Nach dem Heimspiel an diesem Mittwochabend (19.00 Uhr) in der Kramski-Arena gegen den Tabellenzweiten VfR Mannheim will sich der Trainer in der Pressekonferenz nochmals zu seiner Entscheidung äußern.
Für den CfR beginnt damit erneut die Suche nach einem neuen Cheftrainer. „Ich habe schon ein paar Kandidaten im Blick“, verrät Ricciardi. „Klar ist aber auch, dass es am Ende einer Saison nicht einfach ist, einen passenden Trainer zu verpflichten.“ Wichtig sei zudem, dass der neue Coach sowohl zur Mannschaft als auch zur Spielphilosophie passe.
Der Verein steht also erneut vor einem Umbruch: Einige Spieler werden den CfR verlassen, erste Neuzugänge sind laut Ricciardi bereits fix. Nach dem überraschenden Abschied von Thomas Herbst im Winter, der Übergangslösung mit Armin Redzepagic und nun dem bevorstehenden Aus von Dirk Rohde müssen die Verantwortlichen allerdings erneut auf Trainersuche gehen.
