Gemeinden der Region
Kämpfelbach -  28.07.2026
Artikel teilen: Facebook Twitter Whatsapp

200.000-Euro-Projekt in Keltern-Ersingen: Neuer Ringschluss soll Rettungseinsätze und Müllabfuhr erleichtern

Kämpfelbach. Seit kurzem ist die Laierbergstraße in Ersingen keine Sackgasse mehr. Die Gemeinde erhofft sich davon viele Vorteile, auch für die laufende Sanierung der Straße.

Bürgermeister Thomas Maag, Ingenieur Harald Bohner und Oliver Busch vom Bauamt der Gemeinde (von links) stehen vor dem neu geschaffenen Ringschluss in Ersingen.
Bürgermeister Thomas Maag, Ingenieur Harald Bohner und Oliver Busch vom Bauamt der Gemeinde (von links) stehen vor dem neu geschaffenen Ringschluss in Ersingen. Foto: Nico Roller

Die oberste Schicht fehlt noch auf dem neuen Stück Fahrbahn, das am Ortsausgang entstanden ist. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern, denn die Bauarbeiten in der Ersinger Laierbergstraße laufen weiter. Dennoch ist mit dem neuem Fahrbahnstück am Ortsrand bereits ein wichtiger Meilenstein erreicht: der Ringschluss zur Dietlinger Straße, die vielen Einheimischen auch als unterer Forbergweg bekannt ist. Damit endet die Zeit, in der die Laierbergstraße im hinteren Bereich nach dem Abzweig zur Reuchlinstraße eine Sackgasse war. „Wir schaffen hier einen Mehrwert für alle Beteiligten“, sagt Bürgermeister Thomas Maag. Er weiß, dass der Ringschluss später noch wichtig wird. Spätestens dann, wenn der letzte Bauabschnitt an der Reihe ist.

Weil die Straße in diesem Bereich bisher eine Sackgasse war, hätte das Arbeiten mit den großen, weniger wendigen Baumaschinen aus Maags Sicht dort alles andere als einfach werden können. Weiter vorn, auf den übrigen Bauabschnitten, sieht es anders aus. Dort ist die Laierbergstraße keine Sackgasse, weil es Abzweige auf einen Fußweg und die Reuchlinstraße gibt, die wiederum auf die große Vaihenwiesenstraße führen. Dadurch hatten die schweren Baustellenfahrzeuge dort die Möglichkeit, geradeaus weiterzufahren. Für notwendig und sinnvoll hält Maag den Ringschluss aber auch mit Blick auf die Müllabfuhr und die Rettungsfahrzeuge, die die Sackgasse in der Vergangenheit vor große Herausforderungen gestellt hat.

Erst recht, wenn dort am Fahrbahnrand geparkt wurde. Gekostet hat der Ringschluss rund 200.000 Euro, die Kosten für die gesamte Sanierung der Laierbergstraße könnten bei rund einer Million liegen. Ein Großteil der Arbeiten ist bereits erledigt, der letzte Bauabschnitt soll 2028 folgen. Ziel ist, dass dann auf der gesamten Länge nicht nur der Belag erneuert ist, sondern auch die Infrastruktur im Untergrund, unter anderem Wasser- und Abwasserrohre. Leerrohre für Glasfaser wurden verlegt, existierende Leitungen neu geordnet, wo immer das möglich war. Künftig gibt es auf der Laierbergstraße keinen Gehweg mehr, sondern eine Mischverkehrsfläche, die sowohl von Fahrzeugen als auch von Fußgängern genutzt wird und gegenseitige Rücksichtnahme erfordert.

Maag hält diesen Schritt auch deshalb für richtig, weil die Breite der Fahrbahn von der einen auf die andere Seite im Durchschnitt gerade einmal sechs Meter beträgt, an einigen Stellen noch weniger. Mehr Platz steht nicht zur Verfügung. Maag ist überzeugt, dass die Bauarbeiten nötig sind. Allein schon deshalb, weil der Ringschluss nicht nur oberirdisch die Fahrbahn betrifft, sondern auch die Wasserleitungen im Untergrund. Weil sie künftig nicht mehr in einer Sackgasse enden, erhöht sich laut Maag die Versorgungssicherheit enorm. Wenn die komplette Straße saniert ist und die schweren Maschinen weg sind, soll der Ringschluss die letzte Fahrbahnschicht erhalten.