24 Stunden wie im echten Einsatz
Jugendliche der Feuerwehr Engelsbrand erleben einen Tag mit mehreren Einsatzszenarien.
Fast 60 Kinder und Jugendliche gehören zur Jugendfeuerwehr Engelsbrand. Seit das neue Feuerwehrgerätehaus im Jahr 2021 seiner Bestimmung übergeben wurde, finden nicht nur die aktiven Feuerwehrmitglieder, sondern auch der Nachwuchs beste räumliche und technische Voraussetzungen für den ehrenamtlichen Einsatz vor.
Seit dem Jahr 2018 ist die 24-Stunden-Übung für die jugendlichen Floriansjünger der Höhepunkt im Jahreskalender. In diesem Jahr nahmen 38 Mitglieder der Jugendfeuerwehr daran teil. Jugendfeuerwehrwart Andreas Kusterer konnte bei Vorbereitung und Durchführung auf ein bewährtes Team von 70 Helfern bauen. Dazu gehörten neben aktiven Feuerwehrleuten auch ein Team des Malteser Hilfsdienstes für die Notfallrettung sowie die Technischen Engel aus Neuweiler, die sich auf technische Unterstützung bei Notfällen spezialisiert haben. Ein Rüstfahrzeug der Feuerwehr Dillweißenstein war ebenfalls vor Ort. Für das leibliche Wohl sorgten die Kameradinnen und Kameraden der Alterswehr.
Im Verlauf der Übung galt es, 13 unterschiedliche Einsätze zu absolvieren. Über den gesamten Zeitraum waren die Jugendlichen präsent und übernachteten, unterbrochen von nächtlichen Einsätzen, im Feuerwehrgebäude. Am Tag und bei Nacht standen zahlreiche Szenarien auf dem Programm: Brandbekämpfung in Kellern, Sauna und Garagen, Unfälle mit Gefahrgut, das Absichern von Gefahrenstellen sowie Personenrettungen in Notsituationen.
Ein Verkehrsunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen war der umfangreichste Notfalleinsatz (siehe Foto). Bei der Ankunft an der Unfallstelle bot sich ein Bild mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug und drei beteiligten Autos. Sofort wurde die Unfallstelle abgesichert und in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst mit der Rettung der teils in den Fahrzeugen eingeklemmten Personen begonnen.
Durch eine Explosion in der Nähe wurden die Einsatzkräfte auf ein weiteres beteiligtes Fahrzeug aufmerksam, in dem sich ebenfalls verletzte Personen befanden. Bei diesem Szenario zeigte die Jugendfeuerwehr Engelsbrand mit Unterstützung ihrer Ausbilder, wie durch gute Ausbildung, Teamwork und strukturiertes Handeln in einer Gefahrensituation Menschenleben gerettet werden können.
Neben den Einsätzen gehörten auch theoretischer Unterricht, Analysen und Fitness zut Übung. „Vor allem sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber Spaß als Team haben“, betonte Jugendfeuerwehrwart Andreas Kusterer in seinem Fazit. Er bedankte sich bei allen Teilnehmenden und den zahlreichen Helfern, ohne die eine solche besondere Veranstaltung nicht möglich wäre.
