5,75 Millionen Euro Kosten: Wendlerschule ist beinahe fertig
Mühlacker-Lomersheim. Lichtdurchflutete Klassenzimmer, digitale Tafeln, neue Möbel und ein barrierefreier Zugang durch weniger Schwellen und mit einem Aufzug: Die neue Wendlergrundschule in Mühlackers Stadtteil Lomersheim kann sich sehen lassen. Insgesamt 5,75 Millionen Euro hat die Gesamtmaßnahme gekostet. Ursprünglich hätte die Renovierung einmal 4,3 Millionen Euro kosten sollen – am Ende ist das Großprojekt etwa 33 Prozent teurer geworden.
Die Möblierung ist dabei noch nicht eingerechnet. Die restlichen Arbeiten der Garten- und Landschaftsbauarbeiten zur Wiederherstellung der baulich beanspruchten Flächen finden bis Ende April statt. Die kompletten Schulhofflächen sollen zu einem späteren Zeitpunkt neu geplant werden.
Man könne stolz sein auf die gelungene Ausführung, sagte Oberbürgermeister Frank Schneider bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Gemeinderat. Kernzeit, Schulsozialarbeit und ein Werkstättenraum sind im Untergeschoss untergebracht, Sekretariat und Rektorat befinden sich im Gebäude ganz oben unter Dach. Das Obergeschoss war in der Vergangenheit nur durch eine separate Treppe im Nebengebäude erreichbar – durch einen Neubau des letzten Treppenteils müssen jetzt allerdings keine Umwege mehr in Kauf genommen werden. Die Anordnung der einzelnen Unterrichtsräume dagegen ist gleichgeblieben. Neu gestaltet worden sind dafür aber der Haupteingang sowie und die Toiletten im angrenzenden Nebentrakt.
Seit Ende Februar sind die Schülerinnen und Schüler, die zwischenzeitlich in der Ulrich-von-Dürrmenz-Schule untergebracht waren, wieder zurück. Der Lomersheimer Lokalmatador und Freie-Wähler-Stadtrat Ulrich Hagenbuch erinnerte daran, dass der Stadt die Wendlerschule – ein Gebäude aus der Nachkriegszeit – geschenkt worden war. Dementsprechend habe man in Lomersheim quasi zum ersten Mal nun eine Grundschule gebaut. Trotz der Mehrkosten – und der Nachträge, die immer wieder genehmigt werden mussten – konnten sich alle Fraktionen gut mit dem neuen Gebäude anfreunden. Hagenbuch lobte eine „gelungene Lernatmosphäre“, Klemens Köberle (LMU) befand für gut, dass sich die Sicherheitstechnik auf dem neusten Stand befinde.
Zuvor hatte Thomas Wadl, Geschäftsführer des mit der Renovierung beauftragten Büros Plan Forward die Ratsmitglieder durch das Gebäude geführt.
