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Verkehr -  18.09.2026
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A8-Sperrung bei Pforzheim: Warum Autofahrer ihrem Navi nicht immer folgen sollten

Enzkreis/Heimsheim/Wimsheim. Autobahn-Planer weisen in Wimsheim mit großer LED-Anzeige auf den kurzen Weg über schwarze, aber extra geöffnete Einfahrt bei den Salzsilos zur A8 hin.

Im Wimsheimer Kreisel bitte rechts abbiegen zur schwarzen Einfahrt auf die A8: Mit diesem deutlichen Signal haben die Planer beim Umleitungsverkehr nachgebessert, damit Autofahrer rasch wieder zurück auf die Autobahn kommen.
Im Wimsheimer Kreisel bitte rechts abbiegen zur schwarzen Einfahrt auf die A8: Mit diesem deutlichen Signal haben die Planer beim Umleitungsverkehr nachgebessert, damit Autofahrer rasch wieder zurück auf die Autobahn kommen. Foto: Tilo Keller

Erneut mit Staus vor allem bei Wurmberg, aber sonst ziemlich glatt verläuft der Umleitungsverkehr für die gesperrte A8 zwischen den Anschlüssen Pforzheim-Süd und Heimsheim. Die Autobahn-Gesellschaft Südwest bringt übers Wochenende nach dem ersten Schritt Anfang des Monats vollends die Fahrbahndecke von Wurmberg bis Wimsheim auf Vordermann. Einmal mehr fallen jedoch knifflige Stellen auf für die Masse der Autofahrer, die nahe Wurmberg die Autobahn verlassen müssen.

So zwängen sich meist lange Schlangen von der Ausfahrt Pforzheim-Süd den Anstieg hoch zum Wurmberger Ortskern. Und was wieder zu erwarten ist: Dort in der engen Kurve zum Kreisel kommen Lastwagenfahrer von der Pforzheimer Straße nur mühsam nach Wimsheim durch. Regelmäßig müssen sie stoppen und den Gegenverkehr abwarten, brauchen sie doch meist den ganzen Kurvenraum zum Ausholen mit ihren großen Fahrzeugen. Die wenigsten Pkw-Fahrer halten an, um den Lkws den Vortritt zu lassen.

Mehr los ist diesmal auf der Hauptstraße durch Niefern: Da sich mehrmals Staus schon auf der A8 im Enztal bilden, verlassen recht viele Fahrer schon in der Senke die Autobahn und schlagen sich über die B10 und die Nieferner Ortsdurchfahrt nach Öschelbronn sowie Wurmberg Richtung Stuttgart durch. Auf den engen Straßen vorbei an der Wurmberger Kirche geht es deshalb oft nur im Schritttempo vorwärts.

Flüssig durch ganz Wimsheim

Erneut recht flüssig bewältigen die Autofahrer die Strecke durch ganz Wimsheim. Die Anwohner halten bis auf wenige Einzelfälle die angeordneten Halteverbote in der Ortsdurchfahrt ein. Verständlich, wer will schon Gefahr laufen, dass Lasterfahrer an einem Pkw entlangschrammen, wenn es eng wird.

Viel besser als bei der ersten Wochenendsperrung funktioniert diesmal die gut beschilderte Umleitungsroute vom Wimsheimer Kreisel am Ortsausgang zur normalerweise verbotenen Pforte auf die Autobahn bei den Salzsilos an der Tiefenbronner Straße. Diesen im Alltag nur für Einsatzfahrzeuge erlaubten Durchlass haben die A8-Planer auf Vorschlag des Wimsheimer Bürgermeisters Mario Weisbrich geöffnet, um Friolzheim von starkem Durchgangsverkehr abzuschirmen. Da viele Fahrer bei der ersten Sperrung diese Abkürzung zur A8 verschmäht haben, zieht die Autobahn-GmbH Konsequenzen: Eine LED-Anzeige auf einem Anhänger verweist vor dem Kreisel nachdrücklich auf den kurzen Weg, der über die schwarze Einfahrt wieder zur A8 führt.

Viele Fahrer haben bei den Bauarbeiten Anfang September hingegen lieber ihren Navigationsgeräten vertraut, die in Wimsheim den viel längeren Weg über Friolzheim zur Auffahrt Heimsheim vorschlagen. Hintergrund: Da die Kartenprogramme den Abschnitt von Wurmberg bis Heimsheim als durchgehend gesperrte Strecke ausgewiesen haben, vermochten die Rechner keine Route für die vorgesehene A8-Auffahrt in der Mitte des Bereichs zu entwickeln – der erschien für die Bauarbeiten verriegelt. Kurios: Diesmal zeigt zum Beispiel Google Maps den verschlossenen Abschnitt richtig an, kennt allerdings die schwarze Zufahrt nicht. Folglich empfehlen die Geräte erneut die lange Fahrt über Friolzheim.

Weitere Variante der Navisysteme: In Wurmberg weichen einige Fahrer auf die Straße nach Mönsheim aus. So treffen sich am Heimsheimer „Dieb“-Kreisel manchmal gleich zwei Verkehrsströme – Blechkolonnen aus Mönsheim sowie aus Friolzheim. Dort geht es manchmal nur langsam zum Heimsheimer A8-Knoten in Richtung Landeshauptstadt.

Am Montagmorgen bis spätestens um 5 Uhr will die Niederlassung Südwest die gesperrte Autobahn wieder freigeben. Die Gegenrichtung nach Karlsruhe ist vom Austausch des Asphalts nicht betroffen.

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