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Schömberg -  16.03.2021
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Abschied vom Schömberger Urgestein Herbert Stoll

Schömberg. Im Alter von 91 Jahren ist am Freitag Herbert Stoll, ein Schömberger Urgestein, verstorben. Der gebürtige Schömberger erblickte am 5. September 1929 das Licht der Welt, hat in seinem Geburtsort mit seiner Frau Waltraud Stoll die Familie mit zwei Kindern und fünf Enkelkindern gegründet und blieb Zeit seines Lebens seiner Heimat tief verbunden.

Herbert Stoll ist tot. Foto: Familie Stoll
Herbert Stoll ist tot. Foto: Familie Stoll

Im Jahr 1963 machte er sich mit einem eigenen Betrieb im Heilklimatischen Kurort selbstständig und gründete die Haustechnische Anlagen Stoll GmbH. Der Handwerksbetrieb besteht bis heute fort und wird in zweiter Generation von Sohn Siegfried Stoll geführt. „Bis ins hohe Alter hatte mein Vater großes Interesse am Geschäft“, erinnert sich sein Sohn gerne zurück. Und daran, wie verbunden sein Vater der Zunft war. So war Stoll nicht nur stellvertretender Obermeister der Sanitär Heizung Klima Innung Calw.

Er war auch Mitglied des Meisterprüfungskomitees der Handwerkskammer Karlsruhe und Vorsitzender des Gesellenprüfungskomitees bei der Handwerkskammer in Pforzheim. Auch in der Freiwilligen Feuerwehr Schömberg war er aktiv und wurde im Jahr 1968 zu deren Kommandant, ab seinem 65. Lebensjahr zu deren Ehrenkommandant ernannt. In vielen anderen Vereinen war Stoll zudem passives Mitglied. Für seine früheren Schulkameraden und sich habe er ab der goldenen Konfirmation viele Jahre lang die jährlichen Ausflüge organisiert. 31 Jahre lang saß er für die UWV-Fraktion im Gemeinderat und gestaltete und lenkte die Geschicke seines Heimatortes mit. Dieses breite Engagement führte am 9. Januar 1997 schließlich dazu, dass ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde.

Autor: Yvonne Dast-Kunadt