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Ötisheim -  18.03.2026
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Am 25. März: Roy Kieferle startet mit PZ-Lesern zur neuen Bärlauch-Tour

Ötisheim. Wenn sich die ersten Frühlingsboten ankündigen, bei wärmeren Temperaturen schon einige Pflanzenknospen zu sehen sind, dann sprießen auch wieder die aromatischen Bärlauchblätter auf etlichen Waldböden in der Region. Im Ötisheimer Kohlplattenwald, rund um das hiesige NaturFreunde-Haus, zeigt sich die Natur von einer besonders würzigen Seite. Denn dort wächst der Bärlauch großflächig am Bachlauf entlang wie ein grüner Teppich.

Dieses Wunderkraut hat der Dobler Küchenchef und langjährige PZ-Kolumnist Roy Kieferle schon in den 1990er-Jahren neu entdeckt und gibt sein umfangreiches Wissen über das äußerst gesunde und wohlschmeckende Würzkraut gerne auch an PZ-Leser weiter, die sich mittlerweile schon seit über 30 Jahren zu einer Sammelaktion mit dem Bärlauch-Fachmann treffen. Am kommenden Mittwoch, 25. März, steht die nächste Bärlauch-Tour auf dem Programm. Treffpunkt ist wie gewohnt um 16.30 Uhr am Ötisheimer NaturFreunde-Haus beim Kohlplattenwald. Als Kooperationspartner steht einmal mehr die Gesundheitskasse AOK zur Seite. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, dafür umso mehr ein Korb oder ein anderes Behältnis für den selbstgepflückten Bärlauch.

„Wenn ich mir jedes Jahr die Gruppe der Bärlauchsammler anschaue, dann sind alle interessiert, neugierig und dankbar, Neues und Wissenswertes über dieses Jahrhundertkraut zu erfahren“, betont Kieferle, den es schon in den Fingern juckt, die schmackhafte Würzpflanze mit dem feinen Knoblaucharoma in der Küche zu verarbeiten. Und dabei ist das grüne Kraut noch unheimlich gesund, weil es Stoffwechselprozesse im Körper positiv beeinflusst.

Das wusste auch die berühmte Benediktiner-Nonne und Medizinerin Hildegard von Bingen, die dem Bärlauch bereits im Mittelalter heilende Wirkung zugeschrieben hat. „Auf der einen Seite das wohlschmeckende Kraut und auf der anderen das Gefühl, etwas Gutes für meine Gesundheit zu tun – das macht die Faszination des Bärlauchs aus“, weiß der Experte. Und wegen der bisher mildwarmen Temperaturen gedeihe das Würzkraut in diesem Jahr selbst auf den Höhenlagen in Dobel früher und üppiger als gewohnt. „Das ist eine Seltenheit“, versichert Kieferle und verweist auf Bärlauch-Bestände im Wald beim Dobler Feuerwehrhaus.

Für die Sammlergruppe am Mittwoch in Ötisheim hat der Küchenchef nach getaner Arbeit wieder einen Imbiss vorbereitet. Es gibt Bärlauch-Quark mit selbstgebackenem Dinkel-Baguette. Getränke bieten die NaturFreunde an. Dazu gibt Kieferle Tipps zur Zubereitung und Konservierung der grünen Würzpflanze.

Kraut mit wertvollen Inhaltsstoffen

Bärlauch schmeckt nicht nur gut, er gilt auch als gesunde Wunderpflanze mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen.

Diese reichen von Vitamin C bis zu ätherischen Ölen, die eine antibiotische Wirkung im Körper entfalten.

Wie man Bärlauch in der Küche am besten zubereitet, steht in Roy Kieferles „Bärlauch- Fibel“, die bei der PZ-Bärlauchwanderung erworben werden kann.