Am Sonntag wird gewählt: Acht Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten in Sternenfels
Sternenfels. Die drei Kandidaten zeigten sich zufrieden nach den Vorstellungsrunden, jetzt sind am Sonntag einmal mehr die Sternenfelser gefragt: Ein neuer Rathauschef muss her. Zur Wahl stehen Kevin Malthaner, Antonia Walch und Hartmud Jung. Die PZ hat den Kandidaten vorab acht Fragen gestellt.
Acht Fragen an Antonia Walch
1. Sie stehen morgens auf – was ist Ihre erste „Amtshandlung“?
Nach dem Zähneputzen ist meine erste „Amtshandlung“ erstmal einen starken schwarzen Kaffee zu trinken
2. Welchem Politiker würden Sie gerne mal die Meinung sagen – und warum?
Ganz klar, Donald Trump! Ich bin entsetzt, wie dieser Mann mit der Corona-Krise umgeht und kann einfach nicht verstehen, warum dieser Mensch sich einfach überhaupt keine Gedanken über die Tragweite seiner Handlungen macht.
3. Welche Schlagzeile sollte morgen über Sie in der Zeitung stehen?
„Antonia Walch – Eine starke junge Frau übernimmt den Chefsessel im Sternenfelser Rathaus!“
4. Haben Sie eine spezielle Fähigkeit, die kaum ein anderer hat?
Ich habe Vorstellungskraft und kann Menschen für Themen und gemeinsame Ziele begeistern und motivieren.
5. Wie kann es am besten gelingen, die weitere Konsolidierung der Sternenfelser Gemeinde- Finanzen voranzutreiben?
Entscheidungen müssen von der Haushalts- und Finanzlage der Gemeinde abhängig gemacht werden. Das bedeutet, dass die Gemeinde Sternenfels ganz genau analysieren muss, welche Projekte finanzierbar sind. Aus den gemeindlichen Liegenschaften müssen wir Zukunftsgebäude heraus- arbeiten und diese zielführend und wirtschaftlich unter Berücksichtigung aller möglichen Fördermittel sukzessive sanieren. Darüber hinaus ist es wichtig, einen guten Kontakt zu den Gewerbetreibenden zu pflegen und einen stetigen und behutsamen Anstieg der Einwohnerzahl anzustreben.
6. Wie wollen Sie Menschen für die Lokalpolitik begeistern?
Lokalpolitik betrifft die Menschen ganz unmittelbar. Deshalb ist es wichtig, sie in Gestaltungsprozesse und Entscheidungen einzubinden. Die Gemeindeverwaltung setzt auch bei der im Januar gestarteten Quartiersentwicklung auf eine breite Beteiligung der Bürgerschaft als wesentlichen Erfolgsfaktor. Begeistern kann man am besten mit interessanten Zukunftsthemen.
7. Unter anderem sorgen sich die Bürger um die neue 5G-Mobilfunktechnologie und den Hochwasserschutz in Diefenbach. Welche Lösungsvorschläge haben Sie dazu parat?
Das Thema 5G-Technologie ist heftig umstritten. Es gibt Befürworter und es gibt vehemente Gegner. Letztendlich ist die 5G- Thematik aber keine Angelegenheit, auf die eine Gemeinde besonderen Einfluss nehmen kann, da durch unsere Bundesgesetzgebung die Voraussetzungen zum Aufbau von 5G-Funkmasten bereits geschaffen wurden. Eine Möglichkeit ist es, keine kommunalen Flächen zur Verfügung zu stellen – mit der Konsequenz, dass dann private Flächen angefragt werden. Der Hochwasserschutz in Diefenbach ist für mich ein wichtiges Thema. Kurzfristig möchte ich hier die betroffenen Menschen zu einer ersten Informationsveranstaltung einladen. Ich bin mir sicher, dass man schon einiges über eine gemeinsame Gewässerpflege erreichen kann.
8. Die Gemeinde hat überraschend zehn Millionen Euro übrig und Sie dürfen alleine bestimmen: Wo fließt das Geld hin?
Für mich wäre es wichtig zu investieren und die vorhandene Infrastruktur zu pflegen. Daher würde ich einen Teil des Geldes für die Sanierung des Freibads verwenden und einen anderen Teil in die Entwicklung der Sternenfelser Ortsmitte stecken. Wichtig wären mir aber auch die Unterstützung des Natur- und Artenschutzes, die innerörtlichen Spielplätze und der Hochwasserschutz in Diefenbach sowie der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses zu einem multifunktional genutzten Vereins- und Veranstaltungshaus.
Acht Fragen an Kevin Malthaner
1. Sie stehen morgens auf – was ist Ihre erste „Amtshandlung“?
Meine erste „Amtshandlung“ ist die Fütterung meiner zwei Mini-„Panther“ und dann bereite ich mich bei einer Tasse Kaffee auf die Tagesaufgaben als Bürgermeister zum Wohle der Mitbürgerinnen und Mitbürger vor.
2. Welchem Politiker würden Sie gerne mal die Meinung sagen – und warum?
Donald Trump, weil er durch sein egoistisches Vorgehen und seine Manipulation die Gesellschaft in den USA spaltet.
3. Welche Schlagzeile sollte morgen über Sie in der Zeitung stehen?
„Endlich wieder ein Sternenfelser Bürger ins Amt des Bürgermeisters gewählt: Kevin Malthaner als sympathischer Befürworter und Förderer der Dorfgemeinschaft mit Zukunftsblick.“
4. Haben Sie eine spezielle Fähigkeit, die kaum ein anderer hat?
Herausfordernde Frage! Ich denke nicht, dass ich speziell anders bin als andere Menschen. Ich bekomme immer wieder die Rückmeldung, dass ich durch meine Überzeugungskraft und Authentizität andere zu gemeinsamen Zielen motivieren kann und ich kein egoistischer Mensch sei. Meine Kollegen respektieren mich als Vorgesetzten und schätzen meine zuverlässige und verantwortungsbewusste Art. In der Feuerwehr habe ich gelernt, was es heißt, kameradschaftlich an einem Strang zu ziehen
5. Wie kann es am besten gelingen, die weitere Konsolidierung der Sternenfelser Gemeinde- Finanzen voranzutreiben?
Gemeinsam mit dem Gemeinderat werde ich für die Investitionen und Ausgaben Prioritäten setzen. Wachsam sollten die öffentlichen Zuwendungen ausgeschöpft werden. Dabei kann ich auf eine elfjährige Finanzerfahrung zurückgreifen und diese miteinbringen. Viele Themen benötigen Aufmerksamkeit wie beispielsweise die Bildung von jährlichen Rückstellungen zum Erhalt des Freibades, die Unterstützung der Vereine oder der Beistand für Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe. Aber auch der Erhalt und die Entwicklung der Infrastruktur (Einzelhandel, Arzt, Schulen, Kindergarten, Jugend, Senioren ...) sind wichtige Themenfelder.
6. Wie wollen Sie Menschen für die Lokalpolitik begeistern?
Durch meinen offenen, kommunikativen und wertschätzenden Führungsstil schaffe ich Transparenz für die Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es wird von mir auch wieder wöchentliche Kurzberichte im „Gemeindeblättle“ geben, die sich mit aktuellen Themen in der Gemeinde befassen. Ich lege großen Wert auf Gespräche, bevor ein wegweisender Gemeinderatsbeschluss gefasst wird. Regelmäßige Bürgerversammlungen sind eine weitere Möglichkeit. Lokalpolitik muss die Mitbürgerinnen und Mitbürger berühren und bewegen, da diese selbst im Mittelpunkt stehen.
7. Unter anderem sorgen sich die Bürger um die neue 5G-Mobilfunktechnologie und den Hochwasserschutz in Diefenbach. Welche Lösungsvorschläge haben Sie dazu parat?
In einer Bürgerversammlung möchte ich abfragen, wie das Meinungsbild zur 5G-Technologie in der Bevölkerung ist. Ein anwesender „Experte“ beantwortet die Fragen. Diskussionen sind erwünscht. Den Hochwasserschutz in Diefenbach kann man durch Zurückschneiden der Pflanzendecke an der zugewachsenen Metter und Erhöhung von Dämmen oder Nutzung von Wiesen erheblich verbessern. Dieter Meergraf hat mir das bestehende Problem und die Lösungsvorschläge exzellent vor Ort erläutert.
8. Die Gemeinde hat überraschend zehn Millionen Euro übrig und Sie dürfen alleine bestimmen: Wo fließt das Geld hin?
Das wäre schön. Das Geld würde ich für den Abbau der noch vorhandenen Schulden, den Ausbau der Infrastruktur von Diefenbach und Sternenfels und für die Sanierung der maroden Kanäle verwenden. Es muss aber unbedingt noch Geld übrigbleiben für generationenübergreifende Projekte, Vereinszuschüsse und die moderate Wiederbelebung des Tourismus. In einem späteren Bürgerfest würde alles gefeiert.
Acht Fragen an Hartmud Jung
1. Sie stehen morgens auf – was ist Ihre erste „Amtshandlung“?
Ich gehe ins Bad und höre nebenbei die Radio-Nachrichten.
2. Welchem Politiker würden Sie gerne mal die Meinung sagen – und warum?
Präsident Donald Trump, weil er schon so viel in seiner Amtszeit zerstört hat und sich das auf die ganze Weltwirtschaft niederschlägt.
3. Welche Schlagzeile sollte morgen über Sie in der Zeitung stehen?
„Hartmud Jung wird neuer Bürgermeister von Sternenfels und Diefenbach.“
4. Haben Sie eine spezielle Fähigkeit, die kaum ein anderer hat?
Ich habe Durchsetzungsvermögen, stelle mich allen Herausforderungen, kann Dinge gut umsetzen und gebe niemals auf.
5. Wie kann es am besten gelingen, die weitere Konsolidierung der Sternenfelser Gemeinde- Finanzen voranzutreiben?
Gelingen kann das, indem man Fördergelder beantragt, soweit möglich, ausstehende Gelder einfordert, ohne die Betriebe zu ruinieren, über Vermietungen im Komm-In-Center, und wie schon gesagt, durch Geschwindigkeitskontrollen und, dass Parksünder zur Kasse gebeten werden.
6. Wie wollen Sie Menschen für die Lokalpolitik begeistern?
Ich werde die Bürger miteinbeziehen.
7. Unter anderem sorgen sich die Bürger um die neue 5G-Mobilfunktechnologie und den Hochwasserschutz in Diefenbach. Welche Lösungsvorschläge haben Sie dazu parat?
Der G5-Technologie würde ich niemals zustimmen und stattdessen den Glasfaserbau vorantreiben.
8. Die Gemeinde hat überraschend zehn Millionen Euro übrig und Sie dürfen alleine bestimmen: Wo fließt das Geld hin?
Ich würde das Geld in den Diefenbacher Hochwasserschutz, in ein Seniorenheim und in andere für Sternenfels notwendige Projekte investieren. Der Rest ginge in die Rücklagen.
