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Tiefenbronn -  15.01.2026
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Ausbau nicht in Sicht: Schmale Holperpiste zwischen Tiefenbronn und Heimsheim in der Kritik

Tiefenbronn. Der FDP-Landtagsabgeordnete für den Enzkreis, Erik Schweickert, bemängelt den Sanierungsstau auf der Landesstraße zwischen Tiefenbronn und Heimsheim, der L573. Nicht nur die Brücke über die Würm, die gesperrt werden musste, hat der Abgeordnete im Blick, sondern auch den Abschnitt von Tiefenbronn in Richtung Heimsheim und Friolzheim bis zum Übergang in die L1175.

Straßenzustrand L573 Tiefenbronn Heimsheim
Begegnung im Nadelöhr: Lastwagen und Autos auf der L573. Foto: Meyer

Der Abgeordnete fordert einen konkreten Zeitplan für den Ausbau der Straße, „die mit einer Breite von 5,5 Metern insbesondere für den Begegnungsverkehr mit Lastwagen und Bussen deutlich zu schmal ist“, heißt es in seiner Mitteilung. Allerdings mache Verkehrsminister Winfried Hermann wenig Hoffnung auf baldige Fortschritte. Der Ausbau werde langfristig angestrebt, heißt es. Konkrete Planungen gebe es zurzeit nicht. Die L573 ist eine wichtige Verbindung von Tiefenbronn in Richtung des Autobahnanschlusses bei Heimsheim. Die Breite der Trasse ist aber bereits seit mehreren Jahren ein Ärgernis für viele. Vor vier Jahren hat sich ein PZ-Leser bereits über die „unverantwortliche Situation“ beschwert. Laster müssten im Begegnungsverkehr stark abbremsen und auf das mit losem Schotter aufgefüllte Bankett ausweichen. Dadurch entstünden unkalkulierbare Risiken, denn der Fahrbahnrand sei im Zuge ausweichender Lkws bis zu 20 Zentimeter und mehr abgerutscht.

Die turnusmäßigen „Flickarbeiten“ seien nur von vorübergehendem Nutzen. 2022 hieß es vom zuständigen Regierungspräsidium Karlsruhe, dass die Strecke mittlerweile in den Plan für mögliche Ausbaumaßnahmen aufgenommen worden sei. Schweickert mutmaßt, dass dies paradoxerweise dem Zustand der Strecke abträglich zu sein scheint. Vor der Aufnahme in den Maßnahmenplan sei laut Verkehrsministerium eine grundhafte Sanierung vorgesehen. Problematisch hätten sich jedoch die Verhandlungen über Grunderwerbe entwickelt. 2026 habe man weder Sanierungs- noch konkrete Ausbaupläne, aber dafür eine kaputte Straße, so Schweikert.